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münsters Mönkerecht, welches die Gegend an der Seester ist,
eingethan und laut eines beim Kloster befindlichen Documents,
worin schon eines Convents gedacht wird, bestätigt worden.~ ~
und Grube hatte bei seiner Arbeit alle Documente selbst zur
Hand, sch!oß also nichts, was nicht mit dem Inhalte dersel-
ben übereinstimmte. Gesetzt nun auch, was nicht eingeräumt
wird, und auch nicht einmal mit der vom Hrn. Verf. (p. 459)
gerühmren Sorgfalt des Klosters Neumünster in Hinsicht sei-
ner Urkunden verträglich scheint, das Document hierüber sey erst
beiin nachherigen Kaufe von 1542 ins Uetersener Kloster-Archiv
gekommen; wie läßt sich denn aber der Inhalt des Documents:
daß Uetersen 1223 das Mönkerecht erhalten hat, weg demon-
striren? Die Erwerbung von Seiten des Klosters Uetersen
ist ja sonnenklar, und da das der Fall ist, wie kann man denn
folgern, daß das Kloster zu Uetersen ein Document, welches
ihm solche Rechte gab, erst nach 300 Jahren ins Archiv be-
kommen ? Das ist ja undenkbar! ~ Daß übrigens Clement
von d. Wisch das Mönkerecht und Wickfleth erst einige
Jahre vor dem Verkaufe ans Kloster Uetersen, vom Kloster
Neumünster erhandelt hatte, kann auch wdöhl nicht richtig seyn.
Es heißt ja in der Urkunde von 1542: ,,alse (disse Göder)
mine Vörfahren vör, und ick na Jahren allerfriest und herr-
lichst thom Egendom gebrucket, beseten-“ u. s. w.
Daß das Mönkerecht vor 1223 dem Kloster Neumün-
ster gehörte, leugne ich nicht und daß Neumünster an Wick-
fleth 1149 und 1464 Rechte gehabt, wie der Hr. Verf. zeigt,
ist gewiß richtig. Der Titel der Urkunde von 1220- spricht
allerdings von des „„Klosters Neumünsters Unterthanen, Mön-
kerecht betreffend; /’ doch täuscht nicht selten der Titel eines
Buchs. Wenn indessen auch die Urkunde wirklich sagte, daß
Mönkterecht dem Kloster Neumünster 1220 gehörte; was thut
das zur Sache? Das Kloster Uetersen erhielt es auß erst 1223,
und wird gerne einräumen, daß es ihm noch 1220 nicht ge-
hörte. Späterhin erst kam Mönkerecht wieder an Neumün-
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det, zweifeln zu wollen, daß Uetersen es vorher gehabt, wofür
doch das Document spricht, ist doch wohl mit der historischen
Kritik nicht ganz verträglich. Daß also der palus y. B.
und Möntkerecht einerlei seyen, ist meines Erachtens nicht be-
wiesen und somit fiele also auch, was der Hr. Verf. über die
Folgen aus der Ideytität der praeclia ad Bishorst atlti-
neutia und das paulus v. B. argumentirt, von sselbst weg.
Auch scheinen überdies die dort angeführten Schlüsse über jene
Identität, so wie auch, daß Mönkerécht in jener Urkunde ei-

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