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theils die Folgen der Armuth sind, Folgen, die wir auch jetzt
schon bemerken, so weit die Armuth sich erstreckt. Aber jetzt
giebt es neben der ärmern Classe noch eine andere wohlhaben-
dere, durch welche die erste zum Theil besteht. Soll man durch die
landwirthschaftliche Gesetzgebung dahin mitwirken, daß der Wohl-
stand immer mehr verschwinde ? daß Alle immer mehr verarmen?
Mir hat es wenigstens bis jetzt das Wichtigere geschienen, die. äl-
tern Bestimmungen im Wesentlichen beizubehalten, namentlich, um
einen Stamm größerer Besizungen neben den Kathen- und An-
bauerstellen zu erhalten, die- Theilung der Hufen nur bis da-
hin zu gestatten, daß jeder integrirende Theil derselben noch
Gespann halten könne, die Ablegung von Kathen aber, weyn
nicht das dazu gehörige Land für sich den Besitzer ernähren
kann, nur da zu bewilligen, wo die Localität Gelegenheit zum
Erwerbe darbietet. Iudessen werden nicht bloß mir, sondern.
gewiß Allen, denen das Wohl des Landes theuer ist, nähere
gründliche Untersuchungen dieses höchst wichtigen Gegenstandes
der Staatswirthschaft, der mit der Vermehrung oder Vermin-
derung der Armuth genau zusammenhängt, sehr willkommen
seyn, und es ist zy erwarten, daß auch unsere Regierung solchen
Gründen, welche die Prüfung bestehen, ihren Beifall nichr
versagen werde. –
2) Preisaufgabe in Ansehung der Pferdezucht.
(Zum Einrücken mitgethe11t. rus Ik. Fertreladministration der
Einex der Hauprzwecke des landwirthschaftlichen Vereins
in Baiern, ist die Verbesserung der Pferdezucht.
Man weiß es, daß manche Mängel der Pferde entweder in
Lo tal, oder selbst in klimalischen Ursachen gegründet
sind, und daß man vergebens sich bemüht, dieselben für im-
mer zu verdrängen; so belehren uns zahlreiche Versuche der
Vorzeit und Gegenwart, die tägliche Erfahrung lehrt aber auch,
daß sehr viele Mängel und Gebrechen der Pferde die Folgen
von fehlerhafter Wartung und Pflege, sonstiger
übler Behandlung, sselbst von gewissen Vorurthei-
len sind, und daß viele Pferdezüchter diese ihnen so nachthei-
ligen Mängel und Gebrechen nicht etwa vorsetzlich selbst ver-
schulden, sondern deshalb, weil es ihnen an den nothwen-
digen Kenntnissen fehlt, die Pferde von der Geburt
an bis wenigstens ins vierte Jahr so zu behandeln,
taß se sich auch ihren natürlichen Anlagen gemäß aus-
en nnen.

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