“F
Re
)
N p „Ö
nahmen gestattet ird. Das Princip, was dieser Bestimmung
zum Grurde liegt, ist auch wohl mehr eine Idee, wornach
fran zu streben hat, als eine Norm, die man unerlaßlich be-
olgen könnte.
; Es fragt sich also hienach, ob es rathsam sey, diese ge-
setzlichen Bestimmungen entweder zu erweitern oder etwa gänz-
lich aufzuheben, und die völlig freie Theilung des Grundei-
genthums zu gestatten, Die Schwierigkeit der Vertheilung
der Abgaben und Leistungen, besonders der untheilbaren Lasten,
könner wir dabei füglich hier unberührt lassen, indem nachher,
wenn über das Princip einmal entschieden ist, besonders unter-
sucht werden kann, ob jeder Theilbesiter die untheilbaren
Lasten in Natur oder deren Geldvergütung zu übernehmen
hat, ob er seine Abgaben unmittelbar an den Hebungsbeamten
oder an den Stammbessilzer erlegen soll. *) Was aber die
Sache selbst betrifft, so würden ohne Zweifel bei der gegen-
wärtigen Lage der Dinge, insbesondere bei dem- beträchtlichen
Zuwachse der Bevölkerung, bei der Verlegenheit, wovon zum
Theil die verschuldeten Besier von Landstellen gedrängt wer:
den, die Hufen mehr und mehr getheilt werden. Zusammen-
legungen von kleinern Stellen sind in den letzteren Zeiten wohl
sehr selten gewesen, und werden auch künftig nicht häufig vor-
kommen. Was werden die wahrscheinlichen Folgen dieser im-
mer weiter fortgehender Theilung des Eigenthums seyn ?
© Es wird dadurch eine Menge von Eigenthümern entste-
hen, die fast ohne Capital ihre Wirthschaft anfangen, die bei
ihrem beschränkten Betriebe kein Capital erwerben können und
immer dürftig bleiben. Besilzer solcher kleinen Grundstücke
werden kaum ihre Wirthschaft gehörig betreiben, geschweige
denn Verbesserungen vornehmen können. Sie können keine
Art von Unglücksfall, Mißwachs, Verlust ertragen, ohne auf
mehrere Jahre zurückgesetzt, oder auf beständig zu Grunde ge-
richtet zu werden. Sie werden kaum die gewöhnlichen Abga-
ben an den Staat . entrichten können, und noch weniger im
Stande seyn, bei ' irgend einer allgemeinen Noth dem Vater-
laude etwas zu leisten. Je mehr die Zahl solcher Landeigen-
Leßtere Methode hat, wenn dabei keine Controlle Statt findet,
die nachtheilige Folge, daß zuweilen der Stammbessißer von den
Parcelisten die Abgaben erhebt, sie zu seinem Nutzen verwendet,
und der Staatscasse schuldig bleibt. Auch schreibt die angezy
gene Verordnung vom Jahre 1784 vor, daß bei Theilungen die
Abgaben der abgelegten Stellen nicht au den Stammbesitzer
entrichtet, sondern besonders zu Register gezogen werden sollen.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.