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den Worten der Urkunde, Verdienste um den Staat, ohne
Ansehen der Person ehrte und belohnte; für die nicht an
Christum glaubenden Staatsbürger konnte jedoch das ehr-
würdige Zeichen des Kreuzes unmöglich die hohe Bedeu-
tung haben, die wir Christen damit zu verbinden gewohnt
sind. .
Die durch eine Verordnung des Königs Friederich des
5ten im Jahre 1746 festgesetzte Rangfolge unter den Beam-
ten und characterisirten Personen, ward dem gegenseitigen
Verhältnisse derselben und dem Geiste des Zeitalters nicht
mehr angemessen befunden. Deshalb erschien unterm 12. Au-
gust ein Königliches Patent, welches die Grundsätze enthielt,
nach denen eine künftig zu erlassende Rangordnung zu vers
fassen sey.
Im Allgemeinen sollte in Zukunft Rang nur mit Aem-
tern verbunden seyn und diesen letzteren im richtigen Ver-
hältnisse zu ihrer Wichtigkeit und Erheblichkeit beigelegt wer-
den; doch gab es neben den Amtstiteln auch Rangtitel,
welche solchen Beamten, die ihres Amtes in Gnaden entlassen
wurden und alsdann ihren Amtstitel ablegen, auch andern
um den Staat verdienten Männern beigelegt werden soll-
ten. *)
Alle die 'eins von denen, in den drei ersten Classen der
Rangordnung benannten Aemtern bekleiden oder bekleidet
haben, sind für sich, ihre Ehefrauen und rechtmäßigen Kin-
der ersten Gliedes, dem Adel gleich zu achten und genießen
alle Ehren, Würden und Vorrechte desselben.
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Viele Beamte haben als solche gar keinen Nang, wenn sie nicht
mit einem Rangtitel oder Character begnadigt sind, z. B. Bür-
germeister, Amtsverwalter, Zollverwalter u, s. w.

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