Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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lone bei weitem mehr den Linientruppen gleichgestellt wurden, 
wie die aufgehobene Landwehr, auch die Mannschaft fast ohne 
Ausnahme zum wirklichen Dienste einberufen ward, so fühl« 
ten viele von den, früher bei der Landwehr, angestellten Of- 
ficiren sich / den Beschwerlichkeiten des Dienstes bei diesen 
annectirten Bataillonen nicht gewachsen oder geneigt, deshalb 
ging eine große Anzahl derselben ab, zum Theil mit Pension, 
zur großen Bürde der ohnehin stark belasteten Finanzen. Um 
die abgegangenen zu ersetzen und die ohnehin sehr vermehrte 
Anzahl von Offizierstellen zu completiren, geschahen im Laufe 
des Jahres fast zahllose Ernennungen zu Offizieren, zum 
Theil von Ausländern, denen bei ihrer Anstellung das Indige- 
natrecht ertheilt ward. Daß unter solchen Umständen nicht 
immer eine genaue Auswahl unter den zu ernennenden Sub- 
iecten statt finden konnte, daß manche von denen, welche 
früher als Handlungsbediente, Handwerker oder Dorfschul- 
meister, in ganz andern Verhältnissen gelebt hatten, fich in 
der neuen Lage, worin sie sich plötzlich gesetzt sahen, nicht 
leicht und mit Anstand zu finden wußten, auch noch weniger 
militairische Renntnisse besaßen, als die vormaligen Land- 
wehroffiziere sich bei den Vorlesungen, welche ihnen in Rends- 
burg gehalten wurden, nothdürftig gesammelt hatten, war 
eben so unvermeidlich, als das unerfreuliche Schicksal der 
mehrsten dieser, ihrem eigentlichen Berufe entrissenen und für 
denselben größtentheils nicht‘ mehr geeigneten Leute. beim 
nachherigen Frieden, worüber die Chronik zu seiner Zeit das 
nähere zu berichten haben wird. 
Ungeachtet die Armee jetzt zu einer Stärke gelangt war, 
wie sie noch nie erreicht hatte, und fast alle waffenfähige 
Mannschaft bereits zum Dienste einberufen war, mußten die 
Landbewohner, denen der Mangel an Arbeitern schon äußerst
	        

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