Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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b. 
Beispiele; welche während der Dauer des Krieges auf die 
Hälfte ihrer Deputatgelder Verzicht leisteten, zu folgen und 
rühmliche patriotische Opfer darzubringen, so daß allein für die 
braven Norwegischen Krieger, zur Erleichterung der Lasten 
des Feldzuges, aus den Herzogthümern 34,000 4ÿ eingin- 
gen, obgleich die Kapereien des Feindes und die Stockung 
der Verkehrs, sowohl dem Ganzen schadete, als manchem Ein- 
zelnen ungeheure Verlüste zuzog, wie z. B. im Anfange des 
Jahres ein, dem Kaufmann G. O Dede in Altona gehöri- 
ges Schiff, dessen Ladung an Goldstaub und Elephantenzäh- 
nen auf 400,000 11,14 Banko geschätzt ward, von einem eng- 
lischen Kaper aufgebracht wurde. 
Außer demjenigen, was. in Norwegen geschah und der 
bereits berichteten Eroberung des Linienschiffes Prinz Chri- 
stian Friedrich, fielen in diesem Jahre nur kleine Gefechte 
vor, die meistens durch Kapereien oder Landungsversuche 
veranlaßt wurden, welche letztere der Feind, meistens in der 
Absicht zu plündern, an solchen Orten unternahm, die er weni- 
ger bewacht und gesichert glaubte; doch ward die Erbitterung 
gegen den gehaßten Feind immer heftiger, wovon der unterm 
43. August erlassene Parol-Befehl, welcher die Annahme al- 
ler feindlichen Parlamentairs, es seyen englische oder schwe- 
dische, durchaus. verbot, einen starken Beweis lieferte, da eine 
solche Maaßregel, auch in den erbittertsten Kriegen, bis jetzt 
zu den seltensten Ausnahmen gehörte. Kostete nun freilich 
der Krieg keine sehr große Opfer an Blut und Menschenle- 
ben, so wirkte derselbe desto nachtheiliger auf den Wohlstand 
des Landes, durch die vielfältigen Beschränkungen denen zu- 
nächst der Handel, mittelbar aber jedes Gewerbe unterwor- 
fen ward und die wegen der Allianz mit Frankreich, mit der 
größten Strenge gehandhabt werden mußten, weil durchaus
	        

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