Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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es mit den in den Herzogthümern befindlichen Schweden und 
dem, was daselbst der schwedischen Krone oder deren Unter- 
thanen gehörte, zu halten sey, und die im Ganzen nach den- 
selben Grundsätzen abgefaßt war, wie die, bei dem Ausbru- 
<e des Krieges mit England, gegen die Unterthanen und 
das Eigenthum dieses Landes erlassene. 
Ernsthafte Anstalten wurden zu gleicher Zeit gemacht, 
um Schweden auf dessen eizenem Boden mit Nachdruck an- 
zugreifen. Der französische Kaiser gab ein Hülfsheer von 
32,000 Mann aus französischen, spanischen und italienischen 
Truppen bestehend, welches unter des Marschalls Prinzen 
von Pontecorvo Oberbefehl am 8. März aus Hamburg und 
dessen Umgebungen aufbrach und durch . die Herzogthümer 
nach Dänemark marschierte, um in Verbindung. mit den auf 
Seeland befindlichen Truppen, in Schonen den Angriff auf 
Schweden zu beginnen. Doch gelangten außer dem Feld- 
herren, der am 16. März auf einige Tage nach Friedrichs- 
berg und von da nach Kopenhagen kam, nur 5000 Mann, 
unter denen zwei spanische Regimenter waren, nach Seeland; 
die übrigen Truppen, durch die Verstärkung der englischen 
Seemacht in der Ostsee, zumal durch die schärfere Bewa- 
chung des Beltes verhindert, Dänemarks Hauptinsel zu er- 
reichen, blieben in Fühnen, Jütland und Schleswig, und be- 
zogen, um den Landeseinwohnern die Last der Einquartie- 
vung zu erleichtern, beim Eintritte der gelinderen Jahrszeit 
verschiedene Lager, eins derselben von 8000 Mann stand bei 
Flensburg, ein anderes von 10,000 bei Rendsburg, wo eine Zeit- 
lang das Hauptquartier des Prinzen von Pontecorvo war, nach- 
dem derselbe das Schloß zu Kolding, welches in der Nacht des 
6. Aprils, während er sich dort aufhielt, in Brand gerieth und 
fast ganz eingeäschert ward, schleunig hatte verlassen müssen.
	        

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