Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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vott beinahe 600 Handelsschiffen, welche mit ihren Ladunge:: 
wenigstens 60 Millionen Mark Hamburger Banko werth 
waren, und einen höchst bedeutenden Theil des gesammten 
Nationalvermög ens ausmachten und durch die Verbrennung eis 
nes Theils der Hauptstadt mit ungeheuren Waarenvorräthen, 
in seinen Grundvesten erschüttert, .die Hauptquelle des Er- 
werbs dagegen, der Handel, ward fast gänzlich verstopft und 
der dadurch entstehende Verlust keinesweges durch die, aller- 
dings reichen Prisen ausgeglichen, welche die Kaperei von 
Zeit zu Zeit verschaffte. 
Dem Wohlleben und der Ueppigkeit, woran man sich 
in den Zeiten des reichlichen Erwerbens gewöhnt hatte, konnte 
man sich nicht so schnell entschließen zu entsagen, und da 
die meisten Luxusartikel aus der Fremde herbeigeschafft und 
mit baarem Silber bezahlt werden mußten, so ging det, 
?hnedies nicht bedeutende Vorrath - klingender Mürizé, fast 
anz aus dem Lande; die Armuth nahm. zu; dagegen mehrte 
der Krieg die Ausgaben und. die Regierung mußte ihre Zu- 
flucht zum Papiergelde nehmen, welches sich denn auch schnell 
so hâufte, daß es, als natürliche Folge seiner unverhältniß- 
mäßigen Vermehrung, bald im Werthe sank; doch geschah 
dieses im gegenwärtigen Jahre noch nicht in einem so beun- 
ruhigenden Grade wie in den folgenden, Zu der schrecklichen 
Finanznoth aber, welche späterhin eintrat und auch die Her- 
iogthümer sso schiver bedrückte, ward. jegt der Grund gelegt. 
. Aufmerksame, unbefangene Beobachter sahen das Fort- 
schreiten des Unglückes mit Bedauern und Schrecken an, und 
wurden nicht irre gemacht durch solche Tiraden, wie ein aus 
Nopenhagen datirtes Schreiben vom 10. Juli enthielt;*) wels 
) S. Polit.: Jourual 1808. Pag. 676. ff.
	        

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