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besserung Gegenstand mehrerer Parlaments - Verhandlungen
wurden. Dadurch wurde die allgemeine Aufmerksamkeit dar-
auf gerichtet, und fast jeder Staat suchte mehr, oder minder
seine Gefängnisse zu verbessern. Dies war auch der Fall
in Dännemark und in den Herzogthümern, wiewohl, w
gen Verschiedenheit der Verfassung , nicht auf gleiche
Weise.
Im Königreich hat allein die Regierung mit den Cri-
minalssachen zu thun, die Gefängnisse gehören daher dem
Staate, und lassen sich also nach einem und demselben Plan
einrichten. Zu Ende des vorigen Jahrhunderts wurde eine
Hauptveränderung mit den Gefängnissen vorgenommen durch
die Verordnung vom 5. April 1793. Unter andern schrieb
diese Verordnung vor, die Gefängnisse auf dem Lande und
in den Städten, so einzurichten, daß sie der Gesundheit nicht
nachtheilig, und namentlich darauf zu sehen, daß sie trocken
und die Luft in denselben rein sey. Die Verordnung wurde
indessen nicht befolgt, und die dänische Canzley sah sich ge-
nöthigt die Sache wieder in Anrege zu bringen durch ein
Circulair vom 4. Oct. 1803 des Inhalts, daß außer der Sis
cherheit auf möglichst menschliche Behandlung der Gefanges
nen zu sehen; daher follten dunkle und feuchte Kellergefäng-
nisse abgeschaft. statt Stein- oder Lehmböden Dielen gelegt,
statt der damals gebräuchlichen Löcher und Oeffnungen in
Mauern und Thüren, überall Fenster mit Glasscheiben, durch
eiserne Stangen versichert, eingerichtet werden, u. dergl.
Diese Veranstaltungen haben es denn auch bewirkt, daß die
Gefängnisse im Königreich im Allgemeinen erträglich, und
hin und wieder recht gut sind; und daß jetzt nur noch an
einigen Stellen Kranke und Wahnsinnige so behandelt
Werden, wie früher die Gefangenen. Inzwischen finden. sich

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