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Das cap. 23 des neyen Stadt » Rechts ist ganz ver-
dreht; mit diesem Capitel stimmen das alte Stadt-Recht "),
das Flensburger 8.0) und Apenrader Stadt „Recht 81) dahin
überein, daß jemand, der des Diebstahls angeklagt, sich mit
12 Eiden reinigen könne. Das Verfahren bei dieser Eides-
ableistung ist folgendes: Zuerst schwört der Beklagte mit 5
seiner Nachbaren, entstehen dem Beklagten nun mehr als
2 dieser 5 Eideshelfer, so wird er für schuldig gehalten,
schwören sie aber, so kommen nun erst ‘die 6 andern zum
Eide. Der Grund dieser Trennung der Eide ist unstreitig,
weil man die überflüssige Eide verhüten wollte , welche ents
stehen würden,“ wenn etwa jene 6 zuerst schwören, und nun
die Nachbaren, welche nicht zu ersetzen sind, nicht schwd-
ren wollen, Die Hoyersche Uebersetzung bestimmt aber fol-
gendermaaßen: es sollen in diesem Falle nur 6 Eide geleistet
werden, 5 von den Nachbaren: wenn mehr als 2 nicht schwö-
ren wollen, so ist er des Diebstahls überführt, wollen aber
alle nicht, so kann er 6 Eidesgehülfen statt der vorigen 5
nehmen.
Wo möglich noch schlimmer behandelt Hoyer das cap 65.
Im alten Recht \. 45 heißt es:
Si vero (qui hostiliter domum iuvaserit) in domo
vel verberatus fuerit, vel vulneratus, emendatio-
nis nihil accipiet, et si interemptus fuerit, et h €-
mögen, was dem Erblande entgégen steht und ohne Einwilligung
der Erben veräußert werden kann. B ehalven im cap. 22 cit.
heist weil, nicht außer, wie Hoyer will.
?’) A. St. R. . 15.
s9) Art. 116.
|1) Art. 116.

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