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ausgeschlagen werden, so daß der Wall von unten bis obeti
dicht wird, und eine schräge Bauschung erhält. Bei alten
löcherigten, ausgehöhlten Wällen vertrocknen die Wurzeln der
Stämme, und sie treiben dann keine kräftige Lohven. Die
dienlichste Erde hiezu ist die thonigte Dammerde,. weil diese
sich am besten zusammenschlagen läßt, und die passendste Zeit
zu dieser Arbeit der Frühling, so lange die Erde noch feucht
genug ist, um sich klopfen zu lassen und zusammenzuballen.
Verrichtet man diese Arbeit vor dem Winter, so läuft man
Gefahr, daß die Erde bei abwechselndem Frost sich auflöse,
und wieder in den Graben hineinschieße.
In den westlichen Gegenden Angelns sind die Befries
digungen zum Theil augenscheinlich dadurch verdorben. wor-
dcn, daß man in vorigen Zeiten zu viele Erde auf den Wall
und zwischen die Stämme geworfen hat. Man findet in
vielen Gegenden die Hauptstämme an der Grabenseite des
Walles ausgebogen, mit Erde bedeckt und die Mitte des Wals
les leer und ohne Busch. Eine so ruinirte Befriedigung ist
nicht in Ordnung zu bringen. Neue Pflanzen kommen in
alten Wällen selten fort; man sucht sich also dadurch zu hel-
fen, daß man junge Sprößlinge in den Wall hineinzieht, die
überhangende Erde absticht und den Wall mit Erde ausspickt,
damit die Stämme bei eintretender Dürre Schutz und. Nah-
"s en. Befriedigungen, so interessant sie im Som-
mer sind, und so behaglich man in der Hitze in ihrem Schat-
ken wandelt, sind dem Abtrocknen der Wege höchst nachtheilig.
Daher ist im Amte Flensburg, wo die Wegebesserung große
Fortschritte gemacht hat, die Polizeiverfügung erlassen. daß
die Befriedigungen an den Landstraßen an der Grabensseite
alle 4 Jahre abgetrieben werden müssen, damit sie theils

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