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obrigkeitliche Behörde anerkannt. 61) Am wahrscheinlichsten
scheint es mir, daß diese Behörde sich auf folgende Weise
gebildet. Der Zeit, als Waldemar Il. die Regierung an-
trat, war für Dänemark besonders unruhig. Waldemars
Bestreben war noch einzig und allein auf Eroberungen ge-
richtet, und die Sorge neue Eroberungen zu machen, und
die schon gemachten sich zu erhalten, ließ ihm wenig Zeit,
sich um die Regierung seiner Erbländer zu kümmern, und
besonders mußte unter diesen Umständen die Aufsicht über
das Innere der Gemeinheiten fast ganz unterbleiben; wo
aber diese fehlt, da hat die Willkühr freien Spielraum, das
Recht hängt ab von der Bestimmung des Richters, nicht der
Gesetze, und die Zeitläufte geben nur zu viele Enischuldigun-
gen für Gewaltthaten, die sonst nicht ungeahndet blieben;
dies ist noch jetzt der gewöhnliche Lauf der Dinge, und
mußte es damals um so mehr seyn, da selbst im Frieden
das Recht des Stärkern mehr oder weniger alkgemeine Ans
erkennung fand. Solche Verhältnisse aber führen immer
zu Vereinigungen der Einzelnen, zu Schutz- und Trutzbünd-
nissen; eine solche Vereinigung war schon vor dieser Zeit. die
Knuthsgilde; Schutz der Brüdcr und unerbittliche Rache für
Beleidigungen die einem derselben wiederfahren, waren.Haupt-
") Aus diesem Jahre existirt noch ein Befehl König Erichs an
die Bürger, dem Senat Gehorsam zu leisten, (Vergl. No odt.
Beyträge Stück 3 pag. 163. We stph al. Mon. tom II. praef.
pag. 85 not. n) und es ist nicht unwahrscheinlich, daß dieser
Befehl die er ste Anerkennung enthält ; er lautet: Communem
utilitatem omnium yvestrum intendentes, mandamus vobis omni-
bus et singulis, quatecus quisquid Consules civitatis vestrae acl
utilitatem omnium vestrum ordinaverint et statuendum duxerint
diligenter observare curetis et facere secundum quod ab ipsis
Consulibus fueritis requisiti.

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