Full text: (Dritter Band)

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auch die Sorge für alle Befestigungswerke, und aus diesem 
Grunde muß er die Thore der Stadt welche nach Süden, 
durch das Danawirk, führen, befestigen und im Stands 
halten; nach Norden hingegen war die Stadt nicht béfestigt, 
daher ging ihm auch die unterhaltung dieser Thore nicht 
än, sondern diese blieben billig der Sorge des Landesherrn 
überlassen. 6°0 ) Daher endlich erklärt es sich auch, daß, wo 
im Stadtrecht von Abgaben, Zöllen, Brüchen u. s. w. die 
Rede ist, des Königs allein, und nie des Herzogs, erwähnt 
wis 
uV + 
Das neue Stadt:Recht 
wie man die bis auf Ancher allein bekannte Umarbeitung 
des Schleswiger Stadt „Rechts nennt, ist lediglich Privat- 
arbeit. Zu den Quellen desselben gehört vor allen Dingen 
das alte Stadk-Recht, twelches in einer mäßigen Uebersetzung 
die Grundlage bildet. Diese Uebersetzung bindet sich soviel 
nur immer möglich an den lateinischen Text- so daß sogar, 
wö es nur irgend möglich, die Construction des Lateinischen 
beybehalten. Auf der andern Seite ist die Uebersetzung wie- 
der ziemlich nachlässig ohne Kunde der Sprache und selbst 
des Rechts. So scheint mitunter die. Ansicht bei dem Ueber- 
selzer vorherschend gewesen zu seyn, daß alles, was nur ir- 
gend nützlich, aus dem alten Stadt Recht müsse conservirt 
werden, welches das ganz wunderliche Capitel 26 des neuen 
Stadt -Rechts veranlaßt. Der alte Text heißt im . 48. 
„Deiude eadem manu sextä juret pro quanto emé- 
„rit, et de precio dimidium accipiet.' 
Das neue Stadt -Recht a. a. O. 
so) A. St. R. ‘- 73. Portum civitatis versus aquilonem debet 
construere villicus regis, et alterum portum villicus ducis.
	        
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