Full text: (Dritter Band)

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vor 1188, in welchem Jahre Waldemar II. von seinem 
Bruder Knuth zum Herzog von Schleswig ernannt wurde ), 
und zwar zu dem Zweck, um Schleswig und das neu crs 
worbene Dithmarschen gegen den Grafen Adolph von 
Dassel zu schirmen, und gerade bloß darin scheint sein 
Amt bestanden zu haben, nicht aber in der eigentlichen Res 
gierung des Landes. Waldemar blieb Herzog bis 1202 5°), 
wo er durch den Tod seines Bruders zum Thron von Dâ- 
nemark gerufen wurde. Von jetzt an war wieder kein Her- 
zog bis ohngefähr 41232, wo Abel Herzog von Schleswig 
wurde, dieser blieb Herzog bis nach Waldemars und 
Erich s Tode. 
Nimmt man diese Argumente zusammen, so erhellet so- 
viel, daß das Stadt-Recht aufgezeichnet zu einer Zeit, wo 
Rendsburg dem Könige gehörte, und zugleich neben dem 
König ein Herzog in Schleswig war, beides zusammen ist 
nur gewesen in der Zeit von 4200 bis 1202; denn vor 1200 
war Rendsburg gräflich holsteinisch und nach 1202 war.in 
Schleswig kein Herzog. 
Die Richtigkeit dieser Argumentation bestätigt sich auch 
noch dadurch, daß die politischen Verhältnisse damaliger Zeit 
ihren Einfluß auf das Stadt-Recht geäußert. Walde- 
mar nämlich war, während Knuths Regierung, nicht Lan- 
desherr über Schleswig, sondern Herzog im strengen Wort- 
verstande, das. heißt oberster Feldherr des Landes , als sol- 
chem lag ihm besonders die Beschützung des Landes ob, also 
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*?) Christiani 1. c. I. p. 314. r. 
**) Es beruht wohl uur auf einem Druckfehler, wenn Christiani 
l. c. I. p. 318 das Jahr 1201 als das- Todesiabr Kuuths au- 
11.2 ht
	        
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