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Gründe, welche mich bewogen jene Zeit der Aufzeichnung an-
zunehmen, sind folgennsen.
1) Rendsburg war zur Zeit der Aufzeichnung eine d ä-
nische Stadt. Dies sieht man aus einer Zollverordnung,
welche bestimmt, daß ein Wagen, der nach Rendsburg geht,
6 Pfennige Zoll erlegen müsse, hingegen 12 Pf., wenn er
über die Eider, d. i. über die Landesgrenze, geht 55). Die
Stadt Rendsburg aber ist auf keinem Fall vor 1188 ge-
gründet, denn Saxo, dessen Geschichte mit diesem Jahre
aufhört, kennt die Stadt noch gar nicht, sonst hätte er diese,
durch ihre Lage für die dänische Geschichte stets wichtige Fe-
stung nicht unbeachtet gelassen; erst Arnold von Lübeck 54)
erwähnt der Stadt, als einer Festung des Grafen Ado lph
von Holstein. Im Jahre 1200 kam sie in die Gewalt des
Königs 55) und 1225 wurde die Zurückgabe der Stadt an
den Grafen von Holstein zu einer der Bedingungen ge-
macht, unter welchen Waldemar II. seine Freiheit wieder
erhielt 56); und diese Bedingung wurde nach der Schlacht
bei Bornehövede bestätigt.
2) Der Umstand, daß in unserm Stadt-Recht neben
dem König auch ein Herzog als Machthaber genannt wird s 7),
Nach der Theilung des Reiches von 1457, welche Waldemar I.
zum König von ganz Jütland machte, war kein Herzog
s) A. St. R. §. 80. Pro qualibet plaustro eunte. 1 . . Reynaldz-
burgh VI. denurios (solver). Si vera transierit Eydoram XII.
denurios.
14) Chronicon Slavorum VI. cap. 11.
ss) Eod. c. 12, Christiani I. &. II. p. 60,
ss) Christiani 1. c. p. 92.
*?) A. S. RN. J. 1, 73.

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