heit des Rechts zu haben und vielleicht auch um die Privile-
gien in einem solchen Gemisch von Rechten nicht untergehen
zu lassen. Auch ist allerdings nicht zu übersehen, daß es,
wenigstens in der bald folgenden Zeit, zur Mode gehörte,
geschriebene Rechte zu haben 45).
Wichtiger, als jene, ist die Frage, ob das Stadt-Recht,
so wie wir es haben, zu einer und derselben Zeit aufgezeich-
net sey, oder ob es spätere Zusätze erhalten? Westphal be-
hauptet das Letztere, und er konnte allerdings nicht anders,
da er von der falschen Idee ausging, daß Sven Grate
das Stadt-Recht gegeben, und er nur das neue Stadt-
Recht kannte, Das alte Stadt-Recht hingegen ist Eine
fortlaufende Arbeit; denn nicht allein, daß die Vorrede es
als eine durch öffentliche Auctorität besorgte Sammlung an-
kündigt, welches schon immer auf ein abgeschlossenes Werk
schließen läßt, sondern auch Sprache und Schreibart ist durch-
stehend dieselbe.
Die Quellen dieses Statuts sind sehr verschiedenartig,
die hauptsächlichsten sind folgende:
1) Die Privilegien der Stadt, deren schon erwähnt.
2) Das gemeine im Lande geltende Recht. Indem das
Stadt-Recht selbst auf die leges und consuetudines terrae
verweist 40), scheint es diese als Quelle des Aufgezeichne-
ten freilich ausgeschlossen zu haben, allein es hat dennoch
einzelne Beftimmungen aus demselben aufgenommen, haupt-
sächlich die Mannbuße und das Erbrecht betreffend, vielleicht
um es nicht an demjenigen fehlen zu lassen, was man als
die Hauptbestimmung in den Gesetzen, und ssonach als we-
45) Falk in seiner Ausg. des Jütschen Lov pag. X11 d. Vorredt-
ss) U. St. M. H. 3. H. 19.

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