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einen großen Theil der Vortheile, welche eine Commüne hat,
ohne die Lasten derselben zu tragen, diese lagen dem Lan-
desherrn ob, welcher mehr wie Ein Interesse hatte, die Stadt
soviel wie möglich zu heben. Denn einmal zog er mehr Ab-
gaben aus der Stadt, als von dem übrigen Lande, nament-
lich Arnegyald und Laghköp, den unser Stadt-Recht ein sP er
ciale debitum nennt 54), dann war Schleswig durch seine
Lage an der Grenze, und als Theil der Grenzbefestigung
von großer Wichtigkeit für die Vertheidigung des Landes,
und endlich war es Sitz der Herzöge und Bischöfe. Wirk-
lich ist auch Schleswig niemals in einem blühenderén Zu-
stande gewesen, als gerade in dieser Zeit, kurz vor Sven
Grate. Die Bürger sahen sich für ganz frei an, und konn-
ten es auch, wenn sie sich mit den Sächsischen Leibeigenen
und ihren eigenen Knechten verglichen. Die hauptsächlichsten
Zeichen ihrer Hörigkeit, Arnegyald und Laghköp ließen sich,
als Steuern betrachtet, sehr gut mit der Freiheit vereinigen,
und so war nichts, was ste an ihr Verhältniß als Hinter-
sassen der Burge erinnerte, als die Abhängigkeit vom Burg-
Gericht.
So standen die Sachen unter der Regierung Königs
Sven Grate. Von seiner Verwüstung der Stadt ist schon
die Rede gewesen; diese war aber nicht der größte Scha-
den, welchen Sven der Stadt zufügte, wenigstens für die
Folge war die Plünderung der Flotte, und die Zerstörung
des Handels viel bedeutender. Diese Folge der Plünderung
der Flotte konnte aber natürlich nicht gleich klar werden, son»
dern erst als nach Jahren der Handel noch immer stockte,
suchte man den Grund in jener Plünderung, so daß Sven,
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