Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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zum Z1ken July 4822 betnerken toir als. für das Publikum 
des Magazins vielleich insbesondere interessant, daß die aus- 
stehende Bankhaft . in den Hritthsäeen Ö der Herzogthümer 
Schleswig und Holstein 12,269,736 Rbthlr. betrug, In. dies, 
sem Rechnungsjahre war das Kapitalpermögen der National- 
bank um 155,578 Rbthlr. in Silber vermehrt, dagegen aber 
um 467,570 Rbthlr. in Zetteln. vermindert worde. 
“ Amn Ende des Aprils erschien -der siebeate Iahresbericht 
der Schleswig Holsteiuischen Bibelgesellschaft. Hiernach bestehe 
die Gesellschäft aus W Mitgliedern, . In. den Herzogthüs- 
mern waren 4441 Exemplare von Bibeln und Blbeltheilen 
abgeselzt. Ins Ausland gingen aus der vaterländischen Bi- 
beldruckerei 7770 Bibeln und neue Testamente ab, Durch 
verbesserte Umstände der Gesellschaft und brittische Beihülfe 
konnte in diesem Jahre angefangen werden, eine bedeutende 
Anzahl Bibeln zu verschenken. 
Durch eine Bekanntmachung aus der Centraladministra- 
tion der Schleswig-: Holsteinischen Patriotischen Gesellschaft 
vom 44ten Apr. wurde die Preisertheilung für die besten 
Calenderaufsälze angezeigt und zu gleicher Zeit die gleiche Preis- 
aufgabe für das nächste Jahr wiederholt. 
Eine Bekanntmachung von dem Fortgange der Irrenan- 
stalt bei Schleswig vom Aten October 1821 bis dahin 1822 
hat, unter mehreren andern, folgende bemerkenswerthe Resul- 
tate gegeben. Durch 29 in diesem Jahre Hinzugekommene 
stieg die Zahl der hisher aufgenommenen Pfleglinge auf 119; 
von diesen wurden 46 von den im ersten, und 9 von den im 
zweiten Jahre aufgenommenen geheilt. Gestorben sind 3 im 
ersten und 4 im zweiten Jahre; am Schluße des schon bezeich- 
neten Rechnungsjahrs befanden sich 94 Pfleglinge in der 
Anstalt, von denen 8 wegen eines im Wahnsinn begangenen 
Verbrechens in der Anstalt detinirt werden. Unter den Pfleg- 
lingen, die nach fünf. und mehrjähriger Dauer ihres Uebels in 
die Anstalt gebracht sind, befinden sich 66, welche nach derzeiti- 
gem Dafürhalten des Arztes für wahrscheinlich unheilbar zu 
achten sind Von den nach mehrjähriger Dauer der Krankheit 
abgelieferten i bisher von 40 nur einer geheilt ; wohingegen 
von den 23, die binnen Jahresfrist nach dem Ausbruch der Krank- 
heit der Anstalt übergeben wurden, 14 geheilt sind, außerdem aber 
alle, mit Ausnahme eines einzigen, Hoffnung zur Besserung 
geben. Die Rechnung ergiebt einen Zuschuß von 5700 Rbthlr. 
Dieser Zuschuß, als nothwendig angenommen, würde beuuruhigend 
seyn, wenn nicht außerordentliche Baukosten, in der Ausgabe 
beinahe 3 desselben ausmachten. 
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