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liche Vormünder und Beamte, wenn der Fatrilien: Vater mit
Tode abgegangen ist, es verordnungsmäßig zugeben, daß ein
Eigenthums- Besitz bei einer Erbtheilung übermäßig geschätzt
werde, ~ wird scinem Sohne seinen Besitz so theuer überlassen,
daß er darauf nicht fortkommen kann, und daß er mit ihm
in seinem Alter darauf darben muß. Freilich sind manche
Eigenthums : Besitzungen bei den hohen Land- und Producten-
Preisen des ersten Decennii dieses Jahrhunderts zu theuer
angetreten und bei Erbtheilungen zu hoch taxirt worden, wor:
über mancher jelzt mit Recht seufzt und seinen Besil mit dem
Rücken ansehen muß; daran ist aber nicht der Landhandel,
wie der Herr Verfasser zu glauben scheint, sondern die so
enorm gesunkenen Producten: Preise, der gestiegenen Werth
des Geldes und die erhöheten Abgaben schuld. Vorläufig
mag es an dieser Andeutungen genug seyn, es ließe sich über.
diese Materie lecht eine eigene Abhandlung schreiben, ]
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#) Schleswig Holsteinische patriotische Gesellschaft Preis - Aufgabe,
Die Schleswig Holsteinische Geschichto von Christiani
und Hegewissch, das einzige umfassende Werk, welches wir
über unsere Landesgeschichte besißken, endet mit dem sieben-
ehnten Jahrhunderte. Das achtzehnte Jahrhundert hat bis-
f! noch keinen Geschichtschreibex gefunden. Und dennoch ist
diese Periode unserer vaterländischen Geschichte gerade die
interessanteste, eben weil sie der Gegenwart unmittelbar vor?
angeht.
Die Central; Administration der Schleswig- Holsteinischen
patriotischen Gesellschaft ist daher bereits seit mehreren Jahe
ren darauf bedacht gewesen, wie dem allgemein gefühlten Be-
dürfnisse einer Schleswig - Holsteinischen Geschichte des acht-
zehnten Jahrhunderts auf die eine oder auf die andere Weise
\abzuhelfen seyn möchte. Ein von ihr früher gemachter Ver-
such, eine vollständige Geschichte des gedachten Zeitraums zu
veranstalten, . bisher nicht gelungen. Sie kann sich auch
. Schwierigkeiten nicht verhehlen; welche der Ausführung
eiics solchen Unternehmens entgegenstehn. Eine der haupt:
sächlichsten besteht nach ihrem Dafürhalten in dem bisheriger
gänzlichen Mangel an erforderlichen Vorarbeiten; denn ohne
solche wird die Bearbeitung einer. großen historischen Masse
so wohl Zeit, als Kraft, des Geschichtschreibers erschöpfen
müssen; selbst dann, wenn derselbe auch. in der seltnen Lage
seyn sollte, daß ihm die dazu unentbehrlichen Hülfsquellen in
der Gesammtheit zu Gebote stünden.

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