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Außer den eigentlichen Festegütern im Herzogthnme Schles-
wig (wo dänisch gesprochen ward, Festebohlen genannt) , wo
der ganze Besit der Feste: Qualität unterworfen ist, giebt es
besonders in Angelu sehr häufig bei den Bondenhufen einzelne
Scücke Festeland. die nicht immer den Kirchen des Kirchspiels,
worin das Land liegt, sondern oft entfernten Kirchen gehören.
Der p. t. Amtmann des Amts ertheilt darüber Namens Sr.
Königl. Majestät, nach geziemendem Gesuche um Erlaubniß,
das Festeland mit der Hufe veräußertt zu dürfen, gegen Erle-
gung des herkömmlichen Festegeldes, den sogenannten Festebrief.
Der Sage nach sind diese Landstücke vor der Reformation von
frommen Eigenthums- Bauern solchen katholischen Patern, die
in einem besondern Rufe der Hriligkeit sctanden, für Seelen-
Messen, die nach ihrem Tode für sie gelesen werden sollten,
geschenkt worden. Gewöhnlich wird für die Benutzung dieses
Landes, das demunerachtet bei den Hufen blieb, eine kleine
Abgabe an die Kirche, wohin das Land verschenkt worden, be-
ß;)1:. Hie und da deutet die Benennung des Landes auf diese
bstammung : Sisl - Matk, (Seelenmessenfeld). i. E I
Uebrigens bin ich mit dem Verfasser darüber nicht eite
verstanden, daß die Aufhebung der Feste -Qualität für den
Staat nachtheilig seyn kann. Sie wird weder für den Staat
noch für den Besitzer nachthcilige Folgen haben können, sont
dern vielmehr vortheilhaft, sehr vortheilhaft seyn. .
Der Staat verliert nichts dabei, wenn er das Festegeldö
hsrÑÑ: bei jeder Besitzveränderung, als ein Antrittsgeld er-
ält, er gewinnt vielmehr durch die freiere Verfügung des künf-
tigen Bonden, über das Gut; Denn nicht immer wird der
älteste Sohn, als nächster Feste : Erhe, der beste Wirth. Darf
ein Vater unter seinen Kindern wählen, so wird er demjenigen
einen Besitz am liebsten zuwenden, den er für den sparsam;
sten und thätigsten unter seinen Kindern. hält, von dem er
glaubt, daß er am besten damit fo:tkommen wird, und bet
zur am Ute» seine alten Tage auf der Abnahme zu
h n wünscht. '
_ Es ist Vorurtheil, wenn man glaubt, daß der Sohn ei-
nes Festehufners seinen Besitz wohlfeiler entgegen nimmt, äls
der eines Bondenhufners. Wenn erst die Gebäude, der Beschlag,
das Saat- Brode- und Grüßkorn, und die übrigen Geräthe
und Inventartienstücke, nach ihrem wahren Werthe taxirt
Werden, so ist selten, wenigstens jetzt nicht eine Landstelle
zrehr werth. Die Abnahme der abtretenden Eltern übernimmt
Land.
Kein Bontdenhufner ===
Staatsb. Magarin Bd. 3. H. 2
und ebensowenig dürfen recht:
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