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der Note Seite 47 seiner Ausgabe beigetreten. Durch eine
Abhandlung des Herrn Professor Kolderup-Rosenving e *)
über den 11ten Artikel des Aten Titels im „ 5ten Buche von
Christians Y. Dänischem Lov, dessen Quellen das Schoni-
sche Lov (II[. 40) und unsre Stelle im Jütschen Lov sind,
f: ich mich aber genöthigt, meine frühere Meinung zu ver-
assen.
Ich verstehe die Stelle jetzt so : Sie bestimmt zweierlei:
1) Der Großvater darf, wenn er dem Kinde etwas
(Land *) gegeben hat, nach dessen Tode es seinen Kindeskin-
dern nicht nehmen. Dem Kinde konnte er es nämlich, wie
aus dem ersten Paragraphen des Kapitels hervorzugehen
scheint, **%), dann nehmen, wenn die übrigen Geschwister auch
einen Antheil verlangten , jenes Antheil aber zu groß war.
Dies bemerke ich gegen Herrn Professor Falcks Bemerkung in
der oben angeführten Note über den §. 2 des Kapirkls.
î2) Niemand Anders Cund hierunter können wohl nur
die verstanden werden, welche Rechte an des Vaters, resp.
Großvaters, Gütern haben, also die Kinder ) darf von den
Kindern des verstorbenen Kindes das von ihren Aeltern Ge-
erbte nehmen; d. h. die Brüder- oder Schwesterkinder können
bei der Beerbung des Großvaters, resp. Vaters, nicht zur
Collation genöthigt werden. In beiden Fillen können sie des:
wegen das vom Großvater ihrem Vater gegebene Gut behal-
ten, weil sie es nur mittelbar von jenem, durch ihr eignes
Recht der Beerbung ihres Vaters bekommen haben. Also
auch wenn der Antheil der Enkel im Verhältniß zu den An-
fteies ber Kinder zu groß ist, brauchen jene Nichts an diese
erauszugeben.
. Daß das Schonische Loo, welches kein Repräsentations-
recht der Enkel kennt (II. 5. Anders Sunesen Il. 1.) dasselbe
bestimmt, spricht sehr dafür, dieses Recht der Enkel aus ihrem
rigenthümlichen Erwerbtitel, der Erbfolge nach ihrem Vater
abzuleiten, und Anders Sunesen, der Paraphrast des Schoni-
schen Lovs, welcher ausdrücklich diesen Grund anführt, scheint
zu keinem Zweifel mehr Raum zu lassen. Er sagt nämlich:
U d U pre; . » qui (fratrum delsuuetorum Hlii)
Ü. Fun una. s. ua.k
. butéte) vie Jeltiäriß nicht einmal auf der Universitäts - Bi-
"') Siehe über diese meéihe Erklärung die Abhandlung a. a. O.
") Vergl. Erik s Siellands Lov I. 9.

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