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mauern alle übrigen Theile sich anlehnen, und durch jenen
ihre eigentliche Bedeutung bekommen.
Aber diese seine ngtürliche Bestimmung kann unser Recht
nur dann erfüllen, wenn. wir in den Geist desselben eindrin-
gen, und dieses kann nur dadurch geschehen, daß wir uns mit
dem Geiste, mit dem rechtlichen Leben des Volkes vertraut
machen, aus welchem es hervorgegangen ist; und dieses ist kein
anderes als das Dänische. Die Ursprache unsres Gesetzes
und die Volkssprache im größten Theile unsres Landes, wo
jenes zur Anwendung kommt, bilden das einfache natürliche
Band, wodurch unsere innere Verbindung mit dem König-
reiche Dänemark geknüpft bleibt, nachdem die äußere im Laufe
der Hoh;hyöderee durch politische Begebenheiten so lose ge-
worden ist.
Bei der Erklärung und Anwendung unseres Landrechtes,
des Jütschen Lovs, und der ihm verwandten Rechte im Geiste
derselben (und letzteres liegt uns doch wohl ob) werden uns
also die übrigen Dänischen Rechtsdenkmäler aus dem Zeit-
raume der Abfassung unsrer alten Gesetze, namentlich das
Schonische und die beiden Seeländischen Rechtsbücher nicht
nur vom größten Nutzen, sondern sogar unentbehrlich seyn;
ja, schon die fragmentarische Beschasfenheit unsrer Rechts-
quellen, welche sie mit so vielen älteren gemein haben, fordert
uns dringend zur Zuratheziehung jener auf. t
Durch vereinigtes Studium dieser Rechtsdenkmäler un-
sers Volks werden wir dem Ziele, den Geist der Rechte un-
sers Landes aufzufassen, näher kommen, und dadurch in den
Stand gesetzt werden, sie nach festen Grundregeln aus sich selbst
heraus zu entwickeln und fortzubilden; welches um so nöthiger
scheint, da unsre gesetzgebende Gewalt die ihr gebührende Mit-
wirkung an der Fortbildung des Privatrechts so selten ausübt.
2) Im Vorigen sind die innern Gründe kurz angegeben
worden, die uns zum Studium des Altdänischen Rechts
auffordern müssen. Hierzu kommen nicht minder wichtige
äußere. Die alten Dänischen Rechte überhaupt ; und unser
Jütsches Lov insbesondere erfreuen sch nämlich in Dänemark
einer, ihrer würdigen, wissenschaftlichen Bearbeitung, wodurch
uns so große Hülfsmittel an die Hand gegeben werden, sie
kennen zu lernen. Ich brauche nur den Namen Peter Ko-
foed Anchers, des Vaters der Dänischen Rechtsgeschichte,
zu nennen, dessen Schriften von der bewunderungswürdigen
Kraft zeugen, mit welcher er die neue Bahn brach. Und
Männer, wie Schlegel und Kolderup-Rosenvinge, sind
ihm nachgefolgt, weiche die Dänische Rechtsgeschichte zu der

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