Full text: (Dritter Band)

Uu. Ute 
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oper gieht, noch der Quantität oder Qualität der eins oder 
äusgefuhrten Waaren (außer: was etwa die Gesundheitspo- 
lizei erheischt), findet statt, schlechterdings aller und jeder 
Zwang ist verbannt nnd der Handel in jeder Hinsicht voll- 
kommen fessellos. Wahrlich dies ist ein großer Vorzug, auf 
den wir stolz seyn kännen, und der bei weitem nicht genug 
nach seinem hohen Werthe erkannt wird! Darum, weil vor 
allen Regierungen des Erdkreises die unsrige so schr den 
freien Verkehr schutst, dürfen wir hoffen, daß sie auch in der 
jetzzggen Krise die Freihcit der neutralen Handlung und Schiffs 
fahrt begünstigen und befördern wird, wenn nur je die pos 
litischen Verhältnisse. es gestatten. Die Hanseestädte, so äu- 
Herst kleine Staaten, und so abhängig in allen ihren Vers 
hältnissen, dürfen. sich schon weniger mit dieser Hoffnung 
schmeicheln, sie müßten schon suchen, unter dänischer Flagge 
und mit dänischen Papieren. ihre Geschäfte zu machen. Für 
Dänemark, so entfernt vom Schauplatz dieser Unruhen, wird 
die spanische Sache erzig fremd bleiben; die Regierung schwingt 
nie die Geißel des Despotismus, und das Volk kennt jens 
demagogische Wuth nicht. Sind doch. schon Oesterreich und 
Preußen viel lauer als Frankreich in ihren Vorschritten gegen 
Spanien; wird vielleicht selbst Rußland von der Rücksicht, daß 
England die Ostsee fperren, den russischen auswärtigen Han- 
bel und die ausgedehnten russischen Golonisationen an der 
Mestküste Nordamerika's, ein Lieblingsplan des Kaisers, zer- 
stören könnte, von selbstthätiger Theilnahme an der Invasion 
Spaniens abgehalten: so würde es ja vielleicht Dänemark, 
wie Schweden, vergönnt seyn, für das innere Wohl des Lan- 
ves die Neutralität zu bewahren, wenn jene g:ößeren Mächte 
ver äußeren yolitifchen Verhältnisse wegen, vorläufig ruhige, 
wenn auch erzürnte, Zuschauer des Kampfes bleiben. Unt
	        
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