Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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ein, Nun wollte alles wieder das Alte, aber jeder auf seine 
Weise: die Fürsten das alte Regiment, die Bölker auch wie- 
der das alte Regiment ihrer angestammten Fürsten, jedoch 
von den neuen Einrichtungen so viel, als ihnen zu ihrem 
Heil gut schien, Stände, auch ein ältes Institut, äber nach 
neueren zweckmäßigen Modificatiónen, Repräsentation zur 
Sicherung ihrer Rechte. Der Abel trat dazwifchen ünd 
rief: ja wohl, Stände, alte Stärde ünd Standésrechte, das 
wahré Pälladium volksthümlicher älthergebrachter Freiheit, 
das ächte Schutz- ünd Mittelglied zwischen Fürsten ünd 
Volk! Die Geistlichkeit rief wieder zur alter Frömmigkeit, 
zum alten Glauben, der die alte Tugend und Freiheit be- 
wahrte, ehé die Neufränken tnit ihrer neues. Tytatinéi ka- 
men. Die Ideen scwäruniten ins Mittelalter zurück, das 
man fich, wié älles aus der Fecrie, viel zu schön äüsrialtez 
eine Mifchung von alten und tieuéti Ansichten dér siaätss 
bürgerlicher Eristenz drängte sich hervor, und jebe Parchei 
steckte fich ihr eigenes Ziel. Abermals trennt sich die Sache 
der Fürsten und des Vöitkes. Die Fürsten und ihré Mis 
nister ihrerseits wollen regieren, sie wollen nicht ihte Ublker 
ex proposito drücken, aber sie wollen ihren Zweck, Macht bon 
intiet und außen, erreichen, die Mittel, ivelche ihnen bazu zwécks 
mäßig scheinen, anwendér, ünd darübct keine öder fo wenig Eins 
rede als möglich dulden. Die Völker ihrerseits wölleti tichts 
tragen, nichts thun, üichts zahleit, nichts leifiei, und iären 
gern aller und jeder Lasten üüd Abgaben los ünd ledig; ie 
wollen stets über jede Kleinigkeit selbs mitsprechen und sùts 
scheidei, gegen alles ws voii öberi konitmit öppötiireti; ~7 
Ium zweitenmal tritt nur sin Völk auf, diesen Zwiespalt 
bei fich selbst zü'éntscheiden, zu regeln.. Wätüri läßt tian 
ts ticht dies höchst thißliche: Esyériniétit auf feitié éidéiie 
2.1)
	        

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