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erhalten. An und für sich bringt die Neutralität für Engs
land einen nicht zu berechnenden pecuniairen und industriellen
Gewinn.' Aber eine zweite eben so wichtige Rücksicht tritt
hier ein. Bleibt England neutral, so bleibt die Volksslim-
mung in Frankreich ferner wie jetzt gegen den Krieg mit
Spanien; und diese entschieden. heftige Abneigung des Volks
und der Armee in Frankreich wider den spanischen Krieg,
verbunben mit so vielem anderen Gährungsstoff in der Nas
tion, muß nothwendig die Operationen der Französischen Re-
gierung lähmen und kann ihr höchst gefährlich werden. Träte
aber England offen auf Spaniens Seite gegen die übrigeit
Eontinentalmächte, also zuerst und hauptsächlich gegen Franks
reich; so würde det alte Nationalhaß der Franzosen leicht den
spanischen Krieg zur Nationalsache machen können, und die
Stimmung des Volks mit der Regierung vereinigen. Engs
land leistet den Spaniern vielleicht wirksameren Beistand mit
feiner Neutralität, als mit einer Armee.
Wie auch die Caperei und Seeräuberei wüthen utag,
so bleibt immer und ewig das Interesse und Bedürfniß der
Völker und Länder stehen, ihre Producte gegen einander aus-
zutauschen; oder die Menschheit müßte ganz zu Grunde gehn;
und das wird sie bei dem bevorstchenden Kriege so’ wenig,
als bei den bisherigen. Hier tritt nun das Hülfsmittel der
neutralen Handlung. und Schifffahrt ein-
Um nun aber voraus nicht mißverstanden zu werten,
wollen wir dufrichtig und ernstlich diese, bestimmt eintretende
Folge des unseligen Kreuzzuges gegen Spanien, Caperei
und Seeräuberei, und die unausbleibliche Wirkung der-
selben, Nothwehr dagegen durch List und Betrug - beklagen,
Eine unglückselige Eigenthümlichkeit der Periode, in der
wir jetzt leben. ist die heillose Verwickelung und Verwirruttg
Staatsb. Mag. Bd. Z. Heft 9.

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