Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

% 
4.72 
n 
zen Europa's gesanimte Marine irn Stande. Unter Convoy 
segeln kann nicht alles, das ist viel zu kostbar, und bringt 
viel zu viel Verzögerungen und Umständlichkeiten. mit sich, 
wodurch zu viet in Geld, Zeit und Conjunctur an der Ver- 
sendung selbst und deren Remboursements verloren wirdz 
zahlreihe Corvoys erfordern viele armirte Schiffe zur Be- 
decéung, fonst holen die Caper bei Gelegenheit die Schiffe 
von den Enden und aus der Mitte der Convoy weg. Bleibt 
England neutral, so wird unter den europäischen Völkern 
dieses von diesen Conjuncturen bei weitem den größten und 
érsten Gewinn ziehen; das kann einmal nicht anders seyn, 
so lange dies Land im Besitz dieses Handelsreichthuris, die- 
ser großen Masse von Capitalien, dieser starken Triebkraft 
aller Gewerbe, istz es liegt in der Natur der Sache, es ist 
eben so natürlich, als, daß der reiche und wohlhabende Bauer 
bei niedrigen Preisen sein Korn aufbewahrt bis die Preise 
besser werden, wogegen der arme und verschuldete das seinigeé 
zu den niedrigen Preisen losschlagen muß. Aber auch bei 
fortbestehender Neutralität Englands bleibt immer noch viel 
für andere Neutrale zu verdienen übrig; England kann doch 
nicht alles allein haben; unendlich viel mehr ist aber für 
Neutrale zu machen, wenn England, wie es doch wahrfchein- 
lich it. auf irgend' eine Art mit in den Kriegszustand hinein 
geräth, mag es nun, von seinem eigenen Interesse getrieben 
werden, der Uebermacht der heiligen Allianz entgegen zu ar- 
beiten, oder mag es auf irgend eine Art von dieser oder vor 
den’ Spaniern provocirt werden. 
Das Volk in England, in seinem Eifer für die Sache 
Spaniens. und gegen die anderen Continentalmächte, ver- 
kennt für diesen Augenblick offenbar die Klugheit seines Mi- 
nisteriums, die Neutralität, so lange als irgend möglich, zu
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.