Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

re A452 
“Fi 
auch hier B. W. B.. Sabben, Sabbeln, Sabbern, den Gei- 
fer fließen lassen, salivare. Sabbe, Osnabrück Geifer, wel- 
ches mit Sapp (s. unten) und Sevex übereinkömmt. Dies 
letzte Wort ist auch ostfries., |. auch Kil. Seeuer und sseeue- 
ren, franz. seye, Saft, besonders Baumsaft. 
Sapp, überhaupt Saft, besonders Baumsaft, westfries. 
saP, s0P, Kil. Sap, sucenus, liquor, Jatex, sappigh, suc- 
cosus, s. auch B. W. B. und besonders Sch. von der 
Probst. Geg.: Dat Holt is inn Sapp haut, ist eines sehr ho- 
hen Alters, wie aus dem sapa, welches in diesem Verstande 
bei den lat. Autoren mehrmals vorkömmt, nemlich Varro, 
bei dem Nonius Marcell, Ovid, Plinius, Martialis und 
Palladius, (bei diesem im Monat Januar lit. 16,1 im Engl. 
sap, in Jütland Saw,, welches sowohl aus dem Altfries. als 
dem Angels. saepe, seaw, seawe, herrühren kann. So 
nennt auch Plinius das Wort sapo, Seife, Gallischen Ur- 
sprungs und Martial sagt, es wäre bei den Teutschen im 
Gebrauch gewesen. Sonst wird es oft von unreinem und 
unedlem Saft gebraucht, wie hier Dänn. Siapp. 
Schär, was leicht bricht oder reißt, spröde, so auch 
Eiderst. Sonst haben es die Idiotica nicht. Hier und im 
Dän. skor, (in dän. Schriften skior) welches mit s c< ören, 
reiben, verletzen, abstoßen, bei R. zutrifft. I 
Schapp, H. hier Schap, wie bei Kil., B. W. B. ac. 
Schapp, ein Skrank. 
œ " Schabs, aber für Krätze, scabies, uud schabbig , sca- 
bidus, scabiosus, wie bei Kil. ist auch beides im Engl. und 
Dän. und Nordbüll Fries. 
_ Schehlen, H. unterschieden seyn. Dat schehlt vehl. 
wie in allen fries. Gränzen. Mehr s. B. W. B. Es. heißt 
also auch, wie dort und bei W. nueinig seyn. Es nimmt 
auch wohl, wie das lat. interesse, die Bedeutung an: Dat 
kann nix schehlen, das kann nichts machen, es ist nichts daran 
elegen. 
? S Schellig, H. bös, toll, wie bei Kil. Schelligh, ku- 
Vviosus. 
Sch eren, Z. (unterscheiden von scheren (/) Z. weiden 
= in der vorigen Abhandlung hat auch diese Bedeutung 
mit unsrer fries. Sprache gemein, daß es misten, exonerare 
alyum, von Pferden und Kühen heißt. Daher Schern, 
Scheren, Scharn, Mist anzeigt. 
Schier, H. rein, klar, glatt, Lips. GI. Scieri, Iuci- 
dum; auch Angels. und Friesisch. 
. Schölen, utschölen, H. spülen, ausspülen. So auch
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.