Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

L 
45) 
rück Rüschen, engl. rush, angels. rise. Kil. Rusch. Sax. 
l’ris. Biense, juncus. 
Rusig, H. vom Wetter, unruhig, rauschend, stürmisch, 
s. B. W. B. sowohl hier, als im Dänischen. 
 Rütingh, L. R. 22. ein Gewehr. Dasselbe Wort: 
Ruittiuz hat Heimreich auch S. 4185, wo zwar duxch einen 
Druckfehler Riütting stand, (man sehe auf der hintersten 
Seite) in der neuen Ausgabe vom Herrn Prof. Falck 1 Th., 
S. 316 steht es aber [richtig. Bei Kil. hat NRuytink 
einmal die Bedeutung: lamina gladii, dann aber auch ; ma- 
chaera, gladius longus ab a ftcLa tantam parte acutus. 
Es muß aber bisweilen, oder an andern Orten, ein kürzeres 
Gewehr darunter verstanden worden seyn; denn Haltaus, un- 
ter Reutiug ~ Ruting führt an: Glossar: Let. Teut. msec. 
Flita e. Ruting, cultellus barbaricys vel rusticalis,' eo 
§!52 Nligat. So wird es auch gebraucht Heims-Kringla,- 
laf Helgas Saga, C. 85. Da einer van den bezwungnen 
Königen, Rörek von Hedemark, den König Olaf Haraldson 
in der Kirche ermorden wollte mit einem Sax-Knif- t h eim 
er Rytingur er kalla dur. Ohne Zweifel ist der Name 
von ruten, in dem alten Sprichwort: Ruten, roben dat en is 
ghein Schande, dat doynt die besten von dem Lande. S. 
Bolten 4, S. 281. Dies drückt Kil. so aus: ruyten ende 
roouen. € Mehr s. bei Frisch. unter Reuten, caedere, succi- 
dere, scindere . Daher dies Wort in L. R. 49. noch- 
mals vorkömmt, wo es Spaltung, Zwist r. bedeutet: De dar 
denne ene Rütinghe makede und Vordreit. Holl. xryten, 
reißen, klöben, spleißen, spalten, Ry ting, das Spalten. Man 
erinhert sich leicht hiebei des ähnlichen Namens von dem 
Schwerdte hrunting, im Beow. S. 4411, 143. u, mehrmals. 
S. 
Saaken, saknen, H. Eines von solchen Wörtern, 
die ich wenigstens nicht weiter nach Süden, als in Dithm. 
gefunden; vermisseen. So wird es auch ausgesprochen auf 
Föhr c., auf Isl. und Schw., im Jütschen Lov B. 2, 106. 
sorig.)- in der Dän. Uebersetzung aber sagne, wie im ganzen 
östlichen Theil dieses Herzogthums, und hier im Fries. Sonst 
überall im Dän. savne genannt. Ohne Zweifel ist es auch 
aus dem frs. seken, angels. secan, saecan, suchen, entstan- 
den, weil man sowohl in Dithm. als Eiderst. und auch hier 
sagt: Dat is mi to sóôk, das ist weg, das vermisse ich. 
„. Sabbeln, H. von Speisen und Getränken: aus dem 
Munde laufen lassen, auch wohl den Geifer (ssewern), wie
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.