Ä 449 §
harte Rinde auf einer heilenden Wunde oder Geschwür, .
R. Rave, wie auch B. W. B. Wiarda, Rak.
Reedgever. Dieser Name, den die nachherigen Acht-
undvierziger früher zu führen pflegten (wie bei deu Jahren
1341, 1417. 1444, 1493 . bei Westphalen, monum, iued,
t. 3, p. 1457 seq. Viethen 298. Bolten 2, 475. 3, 109.
zu erseheu,) ist gerade derselbe, den die Richter bei den Brock:
mannen hatten. Redcjeva kömmt schon im ersten §. der
Brockm. W. vor, und wird von Wiarda durch Rechtsprecher,
Rechtgeber erklärt, womit derselbe zum Asega-:Buch S' 243
und 250 zu vergleichen. Weil aber der Name Redgeever,
welches Wiarda auch bemerkt, gleichfalls auch blos. Rathgeber
bedeuten kann,, (Reed heißt. wirklich in unsrer fries. Sprache
Rath, s. auch W. S. 2999301) wie. sie auch wirklich und
ausdrücklich insseinem und andern Document Rathgever ge-
nannt werden: so mag dieser Name ihnen selbst in letzterer
Bedeutung vielleicht zu wenig, in der ersten dem Volke zu
viel gesagt haben. Demungeachtet ist er noch oft, besonders
auswärtig , nachbem schon der Name der Achtundvierziger
schlechtweg, oder. der 48 Vor- oder Verweser aufgekommen,
nemlich schon in dem L. R. von 4447, lange beibehalten
worden. Eine gleiche Bedeutung hat gewiß auch der noch
ältere Name Asega, Assiga, Aesiga ~ oder wie er auch sonst
geschrieben wird ~ s. Wiarda zum As. B. 4, §. 3. Do die
übrigen Schreibarten mir etwas vernachlässigt, verkürzt und
verkümmert zu seyn scheinen. Sie führen demnach alle auf
die beiden verschiedenen Aussprachen von dem hiesigen und
allgemein bekannten sega und siga, wovon sonst auch seja
und sya entstanden, d. i. sagen, sprechen; nach dem also,
was Wiarda selbst, und aus der Vorrede zu Westphalens Ater
t. p. 193 (in den Noten) anführt, heißt Asega ~ völlig
eben so: ein Rathsprecherz juridicus, oder judex , quod
jus dicat accepta potestate, Varro, de lingua lalina,
I. 5; so wie der Name Redger, bei Ubbo Emmius und W.
Wörterb. ein Rechtmacher oder Rechtschasfer. Vergl. Ger-
brand, 9: Feuermacher, s. Bolten !. 445. Den Beweis vom
veralteten germanischen, aber noch übrigen isl. und schw. gera,
ssonst auch göra, thun machen, gerere, werde ich anderswo
führen. Doch kann ich nicht umhin zu bemerken, daß der-
selbe Sinn eigentlich noch in Gerben steckt; Kilian Garwen,
Zerwen, praeparare, adornare, conlicere, d. i. verfertigen,
zurechtmachen, angels. gearwian, und auf dem merkwürdigen
Jellinger Monument: gaurwa, machen, fertigen. Von A-
Ae & p AU, 446.u. B -

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