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werden. So wie das Berhältniß derselben gegen ein-
ander jetzt 1st, sind die Dienenden eben so sehr Herren
als die Herrschafte Geräâth jemand an einen schlechten
Dienslboten, so muß er ihn, wenn er ihn ein volles Jahr
gemiethet hat, das Jahr um behalten, oder ihm, wenn er
ihn laufen lassen will, den vollen Lohn und obendrein
RKostgeld bezahlen. Darauf trotzend, thun solche Men-
schen, was sie wollen. Giebt ein Brodtherr einem
aufsetzigen Jungen eine Ohrfeige, so muß er, wenn
er klagt, Terminskosten und Brüche bezahlen; der
Bube kommt oft mit einer Vermahnung weg, und
lacht in die Faust. Wenn ein Brodthekr einen uns
achtsamen, widerspenstigen Dienstboten auch yicht thäts
lich zum Gehorsam bringen dürfte, so müßte es ihm
doch frei stehen, ihm was er verdient hat, auszuzah-
len, und ihn dann laufen zu lassen. Dieß ist unter einer
großen Anzahl Dienstboten, das einzigste Mittel, Ord-
nung zu halten. Ein schlechter aufsetziger Mensch,
verdirbt sie alle. Wer ohne Erlaubniß das Haus ver-
läßt, ganze Nächte herumschwärmt, müßte ohne Wei-
terung seinen Laufpaß erhalten können. So viel
Hausrecht müßte ein Brodtherr haben. Soll er, oder
sein Verwalter, einen schlechten Dienstboten erst vor
die Polizei- Obrigkeit schleppen, da ein langes Verhör
mit ihm abhalten lassen; eine Menge Zeugen) stellen
und abhören lassen, sich in Gegenwart desselben Er-
mahnungen geben lassen,, und am Ende ihn doch be-
halten, so verliert er seine Achtung ganz: denn wenn
auch der Dienstbote einen noch so derben Verweis ers
hält, so lacht er nur darüber, brüstet sich damit, daß
sein Herr ihm doch vor Gericht hat folgen müssen,
und wird noch aufsetziger und schlechter, um seinen
Herrn zu zwingen, daß er ihn laufen lassen und Lohn
und Kostgeld bezahlen muß.
Möchten diese billigen Wünsche berücksichtigt werden!

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