Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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macht verhältnißmäßig den größten Aufwand, und sie kann 
es auch, da sie sich jetzt am besten steht. 
Hölzerne Schuhe trägt die arbeitende Klasse noch immer, 
doch nicht hinter dem Pfluge und der Egge, Man sieht 
aber nicht, daß dieß, wie der Hr. Ott e meint, dem der sonst 
nur rasch und flink ist, an dex Regsgmkeit hinderlich ist. 
Das weibliche Geschlecht trägt sie ganz zierlich mit messinge- 
nen Bändern beschlagen. Nur den Fremden, die eine solche 
Fußbedeckung nicht gewohnt sind, kann diese Art Fußzeug 
auffallen. Man hat darin im Winter trockne und warme 
Füße, sie sind also für unsern feuchten thonigten Boden pas- 
sender als Schuhe oder Stiefeln und lange nicht so kostbar. 
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1.2 
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Der Angler lebt gut. Morgens und Abends genießt 
'et seine Gvütze mit Milch und nachher Butterbrodt. Am 
Mittage hält er seine Haupt- Mahlzeit, gewöhnlich mit Zu- 
‘gemüß, wobei vie liebe Kortoffel auch hier eine Hauptrolle 
spielt. Zweimal in der Woche, und auch mohl am Sonn- 
tage, kommen Fleischspeisen vor. Im Sommer erhalten die 
“Arbeiter im Felde Nachmittags ihr Vesperbrodt mit einem 
Schnaps, in der Kornerndte auch wohl hie und da des Vor- 
mittags. Das Bier was getrunken wird, brauet man selbst, 
und mitunter sehr gut. Man wirft den Anglern vor, daß sie 
wiel esfen. Ob mehr als anderswo ? daran zweifle ich. Ges- 
‘gen vorige Zeiten, werden jetzt zwar dftere Zwischenmahlzei- 
ten gehalten. So war es z. B. früher nicht gebräuchlich, 
ih der Erndte am Vormittage Brodt und Schnavs zu erhals 
ten, und eben so wenig des Morgens beim Aufstehen gleich 
ein Butterbrodt zu sich zu nehmen, dieß geschiehet iett. .fast 
überall. Diese Gewohnheit ist aus dem Dänischen zu uns 
hergekommen, woselbst in der Regel. 5 Mahlzeiten gegeben
	        

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