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Wunder, wenn sie sich nicht gerne wollen knechtissch behan-
deln lassen, und es tief fühlen, wenn sie so behandelt werden.
Es herrscht überall ein religiöser Sinn; wo die Prediger
ihre Zuhörer nur nicht mit einer trockenen Moral- und Ver-
nunft-Religion: aus ihren Kirchen herauspredigen, wird der
Gottesdienst fleißig besucht. Dieser religiöse Sinn, erstreckt
sich auch über das Urtheil des Anglers über die Schulen,
wohin er seine Kinder, um ihre Bildung zu erhalten, sen-
den muß. Er. will und erwaxtet, daß die Schullehrer seine
Kinder vor allen Dingen richtig lesen ~ und das Gelesene
verstehen lehren sollen. Er fodert, daß der Unterricht in der
Religion allem, der Unterricht im Rechnen und Schreiben
aber, und in der Abfassung vernünftiger und verständlicher
schriftlichen Aufsätze, dem Unterricht in den Nebenwissenschaf-
ten, der Geographie, der Naturgeschichte, der Naturlehre
u. s. w. vorangehen soll. Er glaubt nach seinem eigenen
Beispiele, daß seine Kinder, wenn sie nur fertig lesen können,
und der Sprache so weit mächtig werden, daß sie das Gele-
sene verstehen können, und dadurch Lust zum Lesen gewin-
nen, daß sie sich dann sehr leicht in jenen gemeinnützigen
Wissenschaften werden ausbilden können. Er will lieber, daß
seine Kinder nach der alten Weise nur gut und richtig lesen,
ordentlich rechnen und schreiben lernen, als daß sie darin
Stümper seyn und noch so viel gelehrten Kram inne haben
sollen, der ihnen nachher im practischen Leben nichts nützt.
Ganz unrecht hat er hierin wohl eben nicht.
Dieß Selbstgefühl der Angler, dieß Eigenthümliche ihres
Characters, über alles, was sie unmittelbar selber betrifft,
nachzudenken, sich darüber unter sich zu äußern und auszu-
sprechen, macht ihnen die gänzliche Bevormundung in Hinsicht des
Schulwesens, unerträglich. Daher entstehen die vielen Reibungen

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