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9) Giebt die Abfindung mit Land, gar zu leicht zu Miß-
helligkeiten zwischen Alten und Jungen die Veranlassung.
Bald wird das. Land nicht nach dem Sinne der Alten
gehörig, bald nicht zur rechten Zeit bestellt; wenn die
Alten ihr Korn eingefahren haben wollen, will der junge
Wirth oft mähen u. s. w. Oft düngt der abgehende
Mirth das Abnahmeland, das er sich zu reserviren ges
denkt, zum Nachtheile des anderen, im letzten Saaten-
Umlaufe, vor dem Abtritte, viel stärker, und sichert sich
für die Folge davon reichere Erndten, als er sonst er-
warten könnte, wenn jeder Schlag gleiche Pflege erhielt,
Dadurch wird der künftige Wirth, der die Steuern ents
richten soll, in seiner Erndte zurückgesetzt. Ja man hat
in neueren Zeiten gar darüber klagen gehört, daß einige
Alten ihr Abnahme- Land, aus Vorurtheil gegen diese
Operation, nicht einmal haben mergeln lassen wollen,
wenn der Antreter es auch unentgeldlich thun lassen
wollte, u. s. w.
Uebrigens ist durch die Verordnung vom 20. Jan. 1797
sehr wohlthätig für die Sicherstelung und Erhaltung der
Abnahmen, und für die möglichst kurze Rechtspflege in Hin-
sicht der Abnahme- Streitigkeiten gesorgt.
Sehr wünschenswerth wären indessen nähere Bestimmun-
gen in Hinsicht der Regulirung der Abnahmen, wo Unmünz
dige concurriren. Die Verorditung vom 22. July 1796 be-
fiehlt, „daß auf das gehörige Verhältniß der von einer Hufe
„zu entrichtenden Abnahme, eine gemeinnützige und dem
„wahren Besten der Unmündigen angemessene Rücksicht ge-
„nommen werden und demnächst diese Bestimmungen, wenn
„sie unverändert bestehen sollen, von ‘dem Oberbeamten be-
„tätigt werden müssen."

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