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gewöhnlich in eigengemachten Zeugen kleidet. Ueberdem
muß der Hauswirth jedem Dienstboten für ein Schaaf mit
der Anzucht Futter und Weide geben. \ Auf die Art kann
man wohl annehmen, daß auf ieter Hufe 8 bis 10 Stück
Schaafe gehalten werden. Die Race scheint von der Marsch-
Race herzustammen. Fast durchgängig ' ist die Wolle sehr gut.
Mann scheert sie jährlich zweymal, im Herbste und im Früh-
linge. Die Anzucht der feinwolligten Schaafe, findet wenig
Beifall, man findet die Wolle für den häuslichen Bedarf zu
fein. Einige Prediger und auf dem Lande wohnende Bes
amte haben wohl als Spvielerey, einen Wersuch mit spanis
schen Widdern: und Schaafen gemacht. haben aber unter
den: Landleuten keine Nachahmer gefunden. Man liebt diese
Thiere überhaupt nicht, sie xuiniren die Knicken in den Kop»
peln wo sie weiden; im agerbste und im Frühlinge rotten sie
sich zusammen, durchstreifen das ganze: Feld, und benagen
die Wintersaaten in ganzen Heerden. Für ein entfernt lie-
gendes Rapsaatfeld, das man nicht beständig im Auge hat;,
sind sie im Frühlinge, wenn die Saat zu treiben anfängt,
eine wahre Landplage, denn sie treiben überall ohne Hirten
herum.
Die Bienengzu ct
istim Allgemeinen fehr beliebt./Man findet überall Bienenstände;
obgleich nirgends recht große, sie beschränkt sich aber nur auf
Korbbienenzucht.. Magazin-Bienenstände gehören zu den Sel-
tenheiten sie: sind wohl hie und da versucht worden, sind
aber bald wieder eingegangen.
./
iti»
Obgleich der Buchweilzenbau seit der Bemergelung ab-
genommen hat, so fehlt es hier doch richt. an Bienenweide,
denn der Rapsaatbau ist dagegen allgemeiner geworden, und
unsere Weiden tragen überall den schönsten weißen Klee:

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