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Die Hausfrau mit ihren Dienstmädchen steht ver Mol-
kenwirthschaft vor. In den meisten Bauerhäusern hat man
geräumige Milchkeller, worin die Milch aufgeseihet und
zum Ausrahmen hingestellt wird. Die Ehre der Hausfrau
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erforderlichen Futter und dem Saatkorne für deu Bedarf ihrer
Wirthschaft, im Fall dieß mit verunglückt. E
Das Kataster der Gilde ergiebt, daß in dieser Gemeine,
außer der obgedachten Zahl der Kühe, die gehalten werden, 313
Arbeitspferde (die Anzucht ist darunter nicht mitbegriffen,
weil diese sich nicht immer gleich ist) versichert sind. Ausgesäet
wird darnach daselbst 678 Tonnen Roggen, 356 T. Gerste, 1971
T. Hafer, 311 T. Buchweitzen, uud an Schdof zum Behuf der
Dächer, sind erforderlich 9259 Drage, jeden Drag zu 20 Stück
28pfündige Garben gerechnet.
_ Aut eine ähnliche Art aus allen Gegenden der Herzogthümer,
über die Zahl von Vieh, das gehalten, und über das Saat-
korn, das ausgesäet wird, genaue Machrichten zu erhal-
ten, würde eine höchstinteressante Uebersicht] des Kultursian-
des jeder einzelnen Gegend derselben geben, und dem Kam-
meralisten manche sehr wichtige Winke und Auffchlüsse geben
können. Schwierig könnte eine solche Unternehmung, wenn sie
allerhöchst befohlen würde, nicht seyn. Sie müßte nach einem
Schema, Amts- Hardes - Guts- uvd Kirchspielsweise classificirt,
mit Angabe der Stettertonnenzahl eines jeden elassificirtken Bes
zirks, gegeben werden. Man hat ähnliche Tabellcu über Engs
lands Kultur.
Der Viehstand ist seit 1774 in den Herzogthümern nicht
gezählt worden. Damals waren nach Niemanns Handbitch der
schleswig - holsteinischen Landeskunde hieselbst
gu Kühen von 1 bis 3 Jahren . . « .
| über 8 Jahre . . .
an Ochsen von 1 bis 3 Jahren & . .
über 3 Jahre »
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In 60 Jahren muß er. sich sehr vermehrt haben. Nicht
minder wird sich Kornaussaat erhöhet. haben. Welche ungeheure
Flächen sind seit der Zeit nicht urbar gemacht worden ? Vor
100 Jahren, wutde höchstens 4 von dem ausgesäet, was jetzt
auf einer Hufe’ ausgesäet wird.
Staatsb. Magazin Bd. 3. Hz 2.
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