Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

r 
384 W 
aller Art zur Landesvertheidigung dar, vorzüglich zur Wie- 
derherstelung der Flotte. Der Bau von Kanonenböten um 
fürs erste die Küsten und die inländische Schifffahrt zu decken 
auch die freye Communication zwischen den Inseln und dem 
festen Lande zu behaupten, ward in allen Häfen mit beys 
spielloser Thätigkeit betrieben. Die Zweckmäßigkeit dieser 
Maaßregel bewährte sich bald dadurch, daß diese Kanonen- 
böte den Engländern bey vielfachen Gelegenheiten, empfind- 
lichen Schaden zufügten, ja nicht selten selbst den größeren 
Rriegsschiffen gefährlich wurden, 
Ungeachtet dieser unzähligen Beweise von Vaterlands- 
liebe und treuer Anhänglichkeit‘ an das geliebte Königs- 
haus, wovon man sich nur dann einen richtigen Begriff 
machen kann, wenn man die in den Zeitungen jener Zeit 
auf Befehl des Kronprinzen geschehenen Bekanntmachungen 
der eingegangenen freiwilligen Beyträge nachließt, mußte die 
Regierung doch unwiderlegliche Beweise haben, daß es noch 
manche Uebelgesinnte im Lande gebe, die von niedriger Ge- 
winnsucht verleitet, heimlichen Verkehr und Briefwechsel mit 
derm Feinde unterhielten. Denn nur durch die überzeugend- 
[ie Gewißheit von dem Vorhandenseyn eines so unzulässigen 
Verkehrs konnte die für die Herzogthümer unterm 41. Des- 
cember emanirte Verfügung veranlaßt worden seyn, zufolge 
welcher alle nach dem Auslande und nach sämmtlichen Gränzor- 
ken im Lande, (in den Herzogthümern waren: Altona, Hu- 
sum, Tönningen und Friedrichstadt als. solche bezeichnet) so 
wie alle von daher eingehenden Briefe, dem Eröffnen und 
Durchsehen von Seiten der Obrigkeit unterworfen wurden. 
Diese, nur wenige Ausnahmen zulassende, Anordnung mußte 
den wirklich treuen Unterthanen des Königs (und nur diese 
litten dadurch, denn wer  Böses beabsichtigte, fand leicht
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.