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alle diensttüchtige Reserven vom 21ten bis 26ten Jahre zum
Dienste bey dem stehenden Heere, die Reserven vom 27ten
bis 3Gten Jahre aber zum Diensie bey der Landeswehr, als
wirkliche Landeswehrleute ausgeschrieben wurden. Durch
diese Maaßregel ward der Mangel an Arbeitern auf dem
Lande sehr fühlbar, weshalb denn auch sowohl der Tagelohn
als der Gesindelohn ganz außerordentlich gesteigert wurde.
Zudem mußten die Familien der zum Landeswehrdienste eins
berufenen Häuerlinge und Käthener von den Commünen
unterstützt, das heißt, größtentheils ernährt werden.
Die Städte mußten nach den Festungen Handwerker
stellen, um dort fürs Militair zu arbeiten; mehrere Districte
hatten Einquartierung zu. tragen und zur Besorgung des,
bisher von der Cavallerie geleisteten Ordonnanzdienstes, muß
ten die Herzogthümer gegen 200 Feldpostestafetten auf den
verschiedenen Stationen unterhalten.
Alle diese Lasten wurden von den treugesinnten Einwoh-
nern der Herzogthümer nicht nur bereitwillig getragen, son-
dern sie bewährten auch ihre Liebe zum Könige und Vaters
lande und ihre Erbitterung über den an der Nation begano
genen Frevel, noch durch sehr bedeutende freiwillige Opfer.
Nicht allein für die durch das Bombardement von Ko«
penhagen dort Abgebrannten und. Verarmten, so wie für die
Verwundeten und die Familien der im. Kampfe fürs Vater-
land Gefallenen, gingen aus. den Herzogthümern reichliche
Untersiütungen ein, (durch eine in Flensburg vom dem
Kaufmann Göttig. eröffnete Subscrivtion wurden allein
3000 4 zusammen gebracht; in der Probstey Hütten wur-
den für diesen Zweck 2478 4§ 28 /2 gesammelt ff1c.) sondern
fast alle Commünen, reiche Capitalisten und selbst weniger
wohlhabende Staatsbürger, brachten patriotische Beyträge

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