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Um die erforderlichen Quantitäten Korn und Fourage
für bie Truppen zu sichern, ward unterm 22. August eine
außerordentliche Ausschreibung verfügt, nach welcher von je-
dem Pfluge in den sämmtlichen Landdistricten 4 Toune
Rocken, 3 Tonnen Hafer, 2 Fuder Heu ä 600 b und
2 Fuder Stroh á 480 th bereit gehalten und sobald es ver-
langt würde, abgeliefert werden sollte. Eine ähnliche außer-
ordentliche Forderung ward unterm 41. December gemacht,
zufolge dieser mußten von jedem Pfluge noch 42 Tonnen
Nocken und 6 Tonnen Hafer geliefert werden. Die Vergü-
tung für die Lieferungen sollte, wie es auch im vorigen Jahre
geschehen, zu seiner Zeit näher bestimmt. werden und dann
entweder mittelst Kürzung in den Abgaben oder durch baare
Zahlung geschehen.
Gleich wie im vorigen Jahre und nach den damals zum
Grunde gelegten Bestimmungen, fanden auch in dem gegeno
wärtigen zwey Ausschreibungen zur Bestreitung der außer-
ordentlichen Einquartierungs- und anderen Kosten stattz die
erste geschah unterm 5. Januar und betrug 6 4ÿ pr. Pflug,
bey der zweyten am 4. Juli wurden nur 4 42ÿ vom Pfluge
gefordert.
Durch die bereits geschehene Einberufung der Landess
wehr zum Dienste, ward eine große Menge Ackerbau trei-
bender Familienväter aus ihrer Heimath und von ihrer
Wirthschaft, zum merklichen Nachtheil derselben, entfernt; bey
den Linientrvuppen waren schon seit mehreren Jahren -alle
Landsoldaten zum Dienste bey ihren Regimentern gewesen
und dadurch dem Ackerbau mehrere tausend fleißige Arme
entzogen worden. Nun ward beym: Ausbruche des Krieges
eine außerordentliche Landmilitair= Session angeordnet, welche
mit dem 1. December ihren Anfang nahm und bey welcher

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