Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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geren Mitteln bewerkstelligen können, als es aufwenden 
imußtê/. um sich selbst in den Besil derselben zu setzen, auf 
allen Fall hâtte es dann die öffentliche .Meinung von ganz 
Europa, Dänemark nicht ausgenommen, nicht so gegen sich 
gehabt, wie nach dem Bombardement von Kopenhagen. 
Selbst in England erhoben sich bitter tadelnde Stimmen 
gegen dieses, der Barbaren würdige Raubstück, die Opposi- 
tionsblätter widerlegten den elenden Vorwand der Selbstver- 
theidigung auf das bündigsie und stellten ihn in seiner gan- 
zen Blöße dar, und die Minister hielten nicht für gerathen, 
wegen dieser glorreichen Eroberung die Kanonen des Towers 
abfeuern zu lassen. 
Eben so empörend wie Englands tückischer Ueberfall, 
war auch sein Benehmen hinterher. Als der Zeitpunkt her- 
ännahte, wo Seeland von den englischen Truppen geräumt 
werden sollte, ward der dänische Geschäftsträger in London, 
Herr Rist, von dem Minister Canning eingeladen, seinem 
Hofe folgenden Vorschlag mitzutheilen, „„Von dem Vorge- 
j,fallenen solle nicht weiter die Rede seyn und Dänemark die 
„Wahl gelassen werden, zwischen einer Wiederherstellung 
„seines Neutralitätszustandes und einer genauen 
„Allianz mit Großbrittanien. Im ersten Falle ward 
„zu einer Garantie dieser Neutralität von Seiten Rußlands 
„Hoffnung gemacht und eine Vereinbarung vorgeschlagen, 
„zufolge welcher die dänische Flotte drey Jahre nach dem 
„Abschlusse des allgemeinen Friedens in dem Zustande zurück 
pgeliefert werden sollte, in dem sie sich alsdann befinde und 
„vie Abtretung der Insel Helgoland begehrt. Im 
zweiten Falle ward Dänemark eine kräftige Mitwirkung 
„Englands: zu Lande und zu Wasser, die Garantie aller 
„Staaten des Königs oder ein Aequivalent für die. durch
	        

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