Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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dem s{<mählichen Raube und waren die traurigen Reste, 
welche Dänemark von seiner, einst so stolzen Flotte blieben. 
Das ganze civilisirte Europa betrachtete Englands schänd- 
liches Verfahren gegen Dänemark mit gerechtem Abscheu und 
verdienter Verachtung, welche besonders die Kaiser von Frank- 
reich und Rußland laut aussprachen; diese Stimmung ver- 
mogte England durch seine berüchtigte Declaration *) vom 
25. Sepbr., worin es die Beweggründe zu seinen in der 
Ostsee genommenen Maaßregeln auseinanderselzte, nicht zu 
seinen Gunsten zu ändern. Die auch hier aufgestellte Be- 
hauptung, „daß das englische Cabinet die positiveste Nachricht 
„von dem Entschlusse des gegenwärtigen Herrschers von Frank- 
„reich gehabt, das Gebiet von Holstein mit einer militairi- 
„chen Macht zu occupiren, um Großbrittanien von allen 
„seinen gewohnten Kanälen der Verbindung mit dem Con- 
„tinente auszuschließen, um den dänischen Hof zur Sperrung 
„des Sundes wider den brittischen Handel und die Schifffahrt 
„zu zwingen, und um sich den Beistand der dänischen See- 
„macht zur Landung in Großbrittanien oder Irland zu Nutze 
„zu machen” fand nirgends Glauben, da sie durch kein 
einziges Actenstück erwiesen war. 
Wohl behauptete das Gerücht derzeit, es sey seit dem 
Tilsiter Frieden Napoleons Absicht gewesen, Dänemark zu 
zwingen, dem französischen System gegen England beizutre- 
ken, dieses aber, hievon unterrichtet, sey durch seine Schnel- 
W- 
) S. diese Declaration im Polit. Journal 1807. Pag. 1008. Die 
rußische ebendaselbst Pag. 1169. . Auch lese man die interessante 
Schrift: Ist es England gelungen, seinen Ranbzug gegen Däne- 
mark zu rechtfertigen? Eine Untersuchung veranlaßt durch die 
englische Declaration vom 25. Septbr. 1807. Kiel 1807. 
Als Verfasser derselben nannte man L. D. Manthey.
	        

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