Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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In dieser schrecklichen Lage der Dinge trug Peymann 
auf einen vier und zwanzig. [stündigen Waffenstilistand an, 
um’ während desselben über die vorläufigen Capitulationsar- 
tikel zu. unterhandelnz die Engländer willigten nur in so 
ferne ein, daß sie bis weiter die Feindseligkeiten ruhen ließen, 
am 6. Septbr. ward auf der Basis der Uebergabe der Flot- 
te unterhandelt und früh am 7. kam die. Capitulation zu 
Stande, veren Hauptbedingung die Uebergabe aller zur Flot- 
te gehörigen Schiffe und Kriegsfahrzeuge ohne Ausnahme, 
an. die Engländer, war; auch sollten sie in den Besitz der 
Citadelle und des Holms gesetzt werden. In 6 Wochen soll- 
te die Citadelle wieder an die Dânen überliefert. und die eng- 
lischen Truppen innerhalb gedachter Zeit, oder wo möglich 
noch früher eingeschifft werden, *) 
So war also Dänemarks Stolz, seine herrliche Floite, 
dem stolzen Ueberwinder zum Raube geworden! Steen- 
Bille hatte, im Vertrauen auf die ihm bekannten Grund- 
sätze des Kronprinzen, die Verbrennung der Flotte vorge- 
schlagen, war aber überstimmt worden, weil man dabey Ge- 
fahr für die zahlreichen, im Hafen liegenden Kauffarthey- 
schiffe und durch diese für die Stadt besorgen mußte, auch 
befürchtete, daß die Engländer diese Vereitelung ihres räubee 
rischen Zweckes furchtbar rächen würden. Wirklich war die 
Verbrennung der Flotte im schlimmsten Falle, des Kronprin- 
zen Wille; der Premierlieutenant Steffens, der mit der 
Ordre zu diesem äußersten Mittel nach Kopenhagen gesandt 
war. wurde anderthalb Meilen von der Hauptstadt von den 
) S. Die Capitulation vollsiändig im Polit. Journal. 1807. Pag. 
949. Auch inder bereits erwähnten Schrift: Vertraute Briefe 1c., 
wo sich zugleich die Correspondenz zwischen dem dänischen und 
engl. General findet.
	        

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