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Die Befehlshaber der englischen Flotte und Landmacht,
der Admiral Gambier und der General Cathcart, hatten
bereits am Tage. ihrer Landung eine Proclamation verbrei»
tet, worin sie erklärten: „England wolle blos zu Dänemarks
„eigener Sicherheit dessen Flotte in Verwahrung nehmen:.
„„Krieg oder Frieden stehe in der Wahl der dänischen Regie-
„ung, wolle sie letzten nicht, so sey Kopenhagen den Schreck-
„„nisssen eines Bombardements bestimmt; doch erschienen die
„„englischen Truppen auf Seeland nicht als Feinde, sondern
„würden alle ihre Bedürfnisse baar bezahlen.‘~
Bereits am 18. August erließ der General Cathcart
an den General Pey mann eine Aufforderung, die gegen-
wärtige Lage der Stadt und die furchtbare Krisis, zu der
dieselbe gebracht sey, zu erwägen und Kopenhagen den
Schrecknissen der dasselbe bedrohenden Belagerung nicht aus-
zusetzen. Der Commandant antwortete, er werde die Stadt
vertheidigen, wie es seine Pflicht und der Wunsch jedes Ko-
penhagener Bürgers sey.
An demselben Tage verließen die in Kopenhagen zurück
gebliebenen Prinzeßinnen Juliane und Charlotte, denen
englische Pässe bewilligt waren, die Residenz; bald folgte ih-
nen der Prinz Friedrich Ferdinand.
.
Nun schlossen die Engländer Kopenhagen immer enger
ein, sprengten am 29. August die ihnen unter den Genera-
len Castenskiold und Oxholm im Rücken stehenden
Truppen, nach unbedeutendem Widerstande aus einander
und jagten was nicht gefangen ward, nach Falster. Am 1.
September, als die Anstalten zur Zerstörung der Hauptstadt
vollendet waren, forderten Gambier und Cathcart die
Jestung in aller Form auf, sich zu ergeben; Peymann
antwortete verneinend und schlug zuletzt vor, dem Könige

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