Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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[lische Waaren überall von den Obrigkeiten und andern, na- 
mentlich von den Zollbeamten in Beschlag genommen werden 
solle. Alle englische Unterthanen, die sich im Lande befan- 
den, sollten als Feinde, unter Arrest gesetzt. werden, bis sie 
aus dem Lande geschaft werden konnten, alle englische Schif- 
fe und Böte welche sich der Küste nahten, als feindlich an- 
gesehen und als solche behandelt werden; verdächtige Fremde 
sollten mit der größten Aufmerksamkeit beobachtet werden, 
um das Spioniren zu verhüten; bey schwerer Strafe ward 
verboten, irgend eine Zahlung, es sey aus welchem Grunde 
es wolle, an englische Unterthanen zu leisten, oder mit ihnen 
Briefwechsel zu unterhalten 
Dieser ersten allgemeinen Anordnung folgte urtterm 9. 
Sept. eine andere auf den Krieg Bezug habende, welche das 
Verfahren mit dem angehaltenen englischen Eigenthume und 
den in Kriegsgefangenschaft gerathenen Engländern, vorsschrieb. 
Wichtiger noch war es, die Vertheidigung des Landes 
zweckmäßig zu organisiren; wir werden hier hauptfächlich das- 
jenige anzugeben haben, was in dieser Beziehung in den 
Herzogthümern geschah, und bemerken, daß im Allgemeinen 
in Dänemark dieselben Vorkehrungen getroffen wurden, nur 
auf Seeland und in Kopenhagen machten - andre Umstände 
andere Maaßregeln nothwendig. 
Q Alle Unterthanen ohne Ausnahme wurden aufgefordert, 
im Allgemeinen zum Widerstande gegen den verhaßten Feind 
mitzuwirken. Willigere Befolgung konnte wohl keine Auf- 
forderung dieser Art jemals finden, wie die gegenwärtige in 
allen Theilen der Monarchie und bey allen Classen von Un- 
terthanen fand, denn allgemein und heftig war die Erbitte- 
rung über Englands räuberischen Ueberfall und jeder war bereit, 
Gut und Blut zu wagen, zur Rettung des bedrohten Vater-
	        

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