Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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Saatkorn, gräbt das Wasser besser als früher aus dem Lande 
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heraus, legt die Sichten trocken, pflügt, bemergelt und düngt 
sie. Mit einem Worte: es ist ein Wetteifer unter den Land- 
leuten eingetreten, der höchst interesssant ist, einer sucht es 
dem andern an Fleiß und Aufmerksamkeit auf jede Branche 
der Wirthschaft zuvorzuthun. Man klebt nicht mehr mit 
blindem Eifer an dem Alten, alles Neue wird, wenn man 
sich überzeugt hat, daß es nützlich ist, sehr gerne nachgemacht, 
und fremde Entdeckungen nicht selten durch eigene Versuche 
erweitert. Dieser höchst interessante Wetteifer hat sich auch 
über die Viehzucht, deren Veredlung und Benutzung ganz 
sichtbar verbreitet. Man hält jetzt nicht nur mehr,. sondern 
durchgehends auch besseres Milchvieh. Auf einer Hufe, wo 
man früher fast durchgehends nur 12 Kühe hielt, werden 
jet 16 bis 20 Stück Milchkühe gehalten. Man findet, daß 
die jetzige reichere und nahrhaftere Weide, von einem im 
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Winter wohlgenährten Viehstapel benutzt, reichlicher lohnt 
daher wendet wan auf die Anzucht des Milchviehes mehr 
Aufmerksamkeit als früher. Man hält nun auch hier, wie im 
westlichen und nördlichen Theile des Herzogthums, auf hübsch 
gebaute Rinder, von einer guten Milchrace; man etzt die 
Kälber von den besten Milchern ab, nährt sie in den ersten 
Jahren besser und vorzüglicher als früher, und zieht also 
weit schöneres und größeres Vieh an, als vormals. Daher 
werden unsere kalbigten Starken auch vorzugsweise zur Res 
crutirung der holsteinischen Meiereien gesucht und gut bezahlt. 
Diesen glänzenden Erfolg, den das Mergeln gchabt hat; 
bezeugen auch die Gebäude der Angler Hufen. Fast bei jes 
der Hufe hat man theils neue, theils vergrößerte Nebena 
gebäude, um die reichen Erndten bergen zu können, auffühs 
ren müssen. Vieles ist schon dadurch gewonnen, daß das
	        

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