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Saatkorn, gräbt das Wasser besser als früher aus dem Lande
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heraus, legt die Sichten trocken, pflügt, bemergelt und düngt
sie. Mit einem Worte: es ist ein Wetteifer unter den Land-
leuten eingetreten, der höchst interesssant ist, einer sucht es
dem andern an Fleiß und Aufmerksamkeit auf jede Branche
der Wirthschaft zuvorzuthun. Man klebt nicht mehr mit
blindem Eifer an dem Alten, alles Neue wird, wenn man
sich überzeugt hat, daß es nützlich ist, sehr gerne nachgemacht,
und fremde Entdeckungen nicht selten durch eigene Versuche
erweitert. Dieser höchst interessante Wetteifer hat sich auch
über die Viehzucht, deren Veredlung und Benutzung ganz
sichtbar verbreitet. Man hält jetzt nicht nur mehr,. sondern
durchgehends auch besseres Milchvieh. Auf einer Hufe, wo
man früher fast durchgehends nur 12 Kühe hielt, werden
jet 16 bis 20 Stück Milchkühe gehalten. Man findet, daß
die jetzige reichere und nahrhaftere Weide, von einem im
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Winter wohlgenährten Viehstapel benutzt, reichlicher lohnt
daher wendet wan auf die Anzucht des Milchviehes mehr
Aufmerksamkeit als früher. Man hält nun auch hier, wie im
westlichen und nördlichen Theile des Herzogthums, auf hübsch
gebaute Rinder, von einer guten Milchrace; man etzt die
Kälber von den besten Milchern ab, nährt sie in den ersten
Jahren besser und vorzüglicher als früher, und zieht also
weit schöneres und größeres Vieh an, als vormals. Daher
werden unsere kalbigten Starken auch vorzugsweise zur Res
crutirung der holsteinischen Meiereien gesucht und gut bezahlt.
Diesen glänzenden Erfolg, den das Mergeln gchabt hat;
bezeugen auch die Gebäude der Angler Hufen. Fast bei jes
der Hufe hat man theils neue, theils vergrößerte Nebena
gebäude, um die reichen Erndten bergen zu können, auffühs
ren müssen. Vieles ist schon dadurch gewonnen, daß das

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