r~ l
auch Hoier (Dese. Tris. Eid. cil. W. Il. p. 1240) giebt
die Milde als Grenzscheide an, nur ist es ein Versehen, wenn
er sagt, daß sie die Grenze mache versus septentrionem,
da es nothwendig versus orientem heißen muß " ).
So viel ist wenigstens gewiß, daß es in Ansehung der
östlichen Grenze Eiderstedts früher keine klare Sache gewe-
sen seyn kann; denn mehrere Urkunden im Schwabstedter
Buch (VV. IV.) beweisen, daß über die Grenze zwischen
dem Eiderstedtischen und dem Schwabstedtischen und Stapel-
holmischen zu Zeiten Streitigkeiten Statt gefunden haben,
die wohl kaum hätten Statt finden können, wenn die Nord-
eider als bestimmte Grenzscheide anerkannt gewesen wäre.
Daß aber Streitigkeiten darüber Statt gefunden, beweist
unter andern eine Urkunde vom Jahre 4479 (W. IV.
Þ. 3130), in welcher den Einwohnern des Kirchspiels Schwab-
stedt die Frage vorgelegt wird, ob sie nicht von ihren Vor-
eltern gehört hâtten, „wo de Scheding oldings muchte wesen
„heben twischen St. Johannis Karsspel 15) und Koldenbüttel
„Karspel? @s kommt auf diese Frage in der Urkunde,
wie fie I. c. abgedruckt ist, keine Antwort vor; die Frage
selbst beweist jedoch, daß die gedachte Grenze Zweifeln un-
terlag und streitig war.
Es läßt sich ferner von einzelnen Theilen des östlich
der Nordeider gelegenen Marschlandes nachweisen, daß sie
vormals zu Eiderstedt gehört haben. Denn die Koldenbütt-
ler Kirche z. B. hatte 1464 nach einer Urkunde von diesem
..
14) Eiderstadia ~– amne Milda versus septentrionem olim a conti-
nenti distincta.
15) Die St. Johanniskirche, die schon sehr frühe in einer hohen
Fluth ihren Untergang fand, lag auf einer etwas erhöheten
Sandgegend in der ießigen Sether Marcch.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.