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„der Marsch deselven Dorfs.’ Es erhellt nicht. weniger aus
einer Uebereinkunft vom Jahre 1407 (W. IV. p. 319) mit
dem damaligen Besitzer von Poggenberg (einem besondern
Hofe bei Rodemiß), worin bestimmt wird, daß dieser Hof
mehr Pacht geben solle, wenn das dortige Land bedeicht ge-
worden seyn würde "!).
| Fürs zweite lag aber damals auch fast die ganze west-
liche Marsch Stapelholms unbedeicht. Denn der Mildter
Koog ward erst 1436, der Oldekoog 1494 und der Oldeschlick
1540 eingenommen (s. Boltens Beschr. v. Stapelholm), und
der Buttner Deich unmittelbar vor Drage und Seth war
also um die Mitte des 45ten Iahrhunders noch der Haff=
deich. Folglich bestand die ganze Gegend zwischen den ob-
gedachten beiden eiderstedtischen Kögen und der gegenüher-
liegenden Geest größtentheils aus Halligland, und das Meer
überschwemmte es also bei hohen Fluthen, daß alsdann die
See stand von diesem Deiche unmittelbar vor der Kolden-
büttler Kirche bis fast an Schwabstedt, Mildstedt, Seth,
Drage tc. "2).
H.
Nicht die Nordeider, sondern die Milda machte die öst-
liche Grenze Eiderstets. Wenigstens sagt Huitfeldt so 15);
11) Die Bedeichung des Südermarschkooges ward erst verfügt 15265.
Laß Hus. Nachr. 2te Fort. p. 112, und die Urk. p. 151.
12) Wie weit das Fluthwasser damals bei hoher Fluth hinaufgegan-
gen sey, erhellt unter andern aus dem merkwürdigen Umstaude,
daß eine hohe Fluth im 15ten Jahrhundert das Dorf Bünge
ohnsern Hollingstedt zum Theil zerstört hatte (Bynghe ~~ in
parte fuit devastata in undatione aquarum. Lib cens. h. Langeb.
VII. p. 468). >
13) ~ „„Milde, som er en skilmesse imellem Milstetter Marsk oc
(„ Eidersiedt. ‘'

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