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läßt sich zuerst urkundlich beweisen, daß die ganze Marsch
zwischen der Treen und der Husumer Aue längs den Döôr-
fern Ramstedt, Rantrum und Rodemiß im Anfange tes
15ten Jahrhunderts und später ohne Deiche wax. Bei Rams
stedt waren keine Deiche. Denn in dem Libr. céns. episét
Schlesw. v. Jahr 1436 (Langeb. VII. p. 458) wird an-
geführt, daß bei Ramstedt in der Marsch (prope villam
in palude videlicet Marsch) dem Bisschofe 28 Theile ‘ge-
hörten, die aber wüste und unbedeicht lägen; (sed sunt. de-
serli sine aggeribus). Zwei andere habe der Bischof Ni-
kolaus gekauft, weil man damals angefangen habe, zu be-
deichen, die Deiche seyn aber nöch nicht zu Stande gekommen,
(nondum venerunt ad perfectionem). Die Marsch bei
Rantrum war noch 45413 unbedeicht;: denn in einer Urkunde
von diesem Jahre (W. IV. p. 3135) wird den Einwoh-
nern von Rantrum vom Bischof „Göttsche vergönnet. dat
„e mögen dieken ut Ahrensharde (Ahrenshamm 1°0) bet heran
„de schönen Halgen.“ Daß es endlich auch bei ‘Rodemiß
vor der Mitte des 15ten Jahrhunderts keine Deiche gegeben
hat, beweist ein Vertrag vom Jahre 1461 (Lib. cens.
Langeb. VII. p. 472. W. IV. p. 3123),. worin der da-
malige Bischof zu Schleswig bezeugt, daß er mit den Ro-
demissern übereingekommen sey, „dat se und ere Nakome-
„ling wanaftich (wohnhaft) to Rodemiß willen und ¡chölen
„indiken und de Dyk holden (unterhalten) uppe de Mose an
V.
10) Die ,, Ahrensharde ‘“ gehört gar nicht hieher. Der Abschreiber
der Urkunde hat ohne allen Zweifel sich: versehen und hätte,
wie ich oben in Parenthese geseßt habe, Ahrenshamm schrei-
ben sellene. Der Ahrenshamm lag nämlich bei Rantrum
. Westen von der Wische am Karspel Schwabstedt.'’ w. 19.
Þ. 3127

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