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Noch ein Umstand,. der in der. Geschichte der obigen
Expedition angeführt wird, gehört hieher. Als nämlich dev
König in Eiderstedt geschlagen worden war, nahm er, wie
die Chron. Eiderost. sich ausdrückt, „„den Weck (den Weg)
„in dat Norden up Mildesweg s ). De Fresen folgenden
„na und folgenden den König up Milderdamm.“’ ' Es ist
klar, daß der König, da er sich im südlichen Eiderstedt be.
fand, den kürzesten Weg, um aus dem feindlichen Lande zu
kommen, würde gewählt haben, wenn er nach Osten geflohen
wärez warum floh e er denn nicht in dieser Richtung, son-
dern nach Norden, und also auf dem längsten Wege? Er
wollte, sagt die Geschichte, nach dem Milderdamm! Man
sieht also aus diesem Umstande wenigstens soviel, daß man
aus Eiderstedt nur vermittelst eines Dammes nach der ges
genüberliegenden Geest kommen konnte.
~ Eine andere Begebenheit, die gleichfalls auf die vor-
malige Existenz' eines Gewässers zwischen Eiderstedt und der
Südermarsch hindeutet, erzählt Huitfeld p. 619: „Jm Jahre
„U399 war eit: sehr kalter Winter. Bei dieser Gelegenheit
„raubte und plünderte Graf Albrecht von Holstein das Eider-
„stedtische Frießland.'" Es ist wohl natürlich, hier zu fragen,
welche besondere Gelegenheit zum Plündern Eiderstedts der
harte Winter, wenn Eiderstedt landfest war, geben konnte?
Anders verhielt es sich, wenn Eiderstedt eine Insel war,
Eine ähnliche Begebenheit kömmt bei Huitfelv p. 673 vor.
Hier erzählt er nämlich: „„Im Jahre 1418 zogen die Eider-
„stedter Utholmer und Everschopper übers Eis, um den
5) Diese Worte hat Huitfeld, der hier nur die Chron. Eiderst.
übersetßt hat, ntcht verstanden, denn er übersegt sie (p. 233) :
da tog Kongen Wike udi Medelvey. ind!

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