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332. G
es. ist klar, daß mit allen möglichen Schiffen der Rückzug
aus ‘der Südermarsch nach Eiderstedt auf der jetzigen Eider
nicht abgeschnitten, ja im Mindesten nicht erschwert werden
kann. Dies war offenbar nur dann möglich, wenn [die
Schiffe zwischen Eiderstedt und der Südermarssch sich befan-
den, wo sie indeß unmöglich gebraucht werden konnten, wenn
kein Gewässer dort war. Daß aber der. dänische König eine
folche Operation, als der Transport jener Schiffe zu Lande
von Schleswig bis an die Eider war, nicht werde unter-
nommen haben,. ohne von der Möglichkeit, diese Schiffe zu
seinem Zwecke dort gebrauchen zu können, sich vorher über-
zeugt zu haben, leidet auch keinen Zweifel.
Etwa hundert Jahre später fand der König Abel sich
veranlaßt, die Eiderfeiesen mit Krieg zu überziehen. Zuerst
brachte er 1252 Eiderstedt in „groot Schrecken, denn he lag
jmit sin Heer op de Vorgeest und wolde över in disse Lande
uit ganz tho vernichten. Do nehmen disse Lande Heil. Chri-
„tianus Bild in dat Heer und togen dem König entgegen
„buten den Dyk up dat Iß tc." So erzählt, wie Peter
Saxe (VW. IV.-p. 1247) anführt, die alte Chronica Ei-
derostad. Hiernach hatte also König Abel zu seinem Zuge
gegen Eiderstedt die Winterzeit gewählt, wozu sich kaum
ein haltbarer Grund angeben läßt, wenn nicht angenommen
wird, daß man damals über Wasser mußte, um nach Eider-
stedt zu kommen. Offenbar ~~ meiner Meinung nach
wählte nämlich der König die Winterzeit zu diesem Zuge,
weil er darauf rechnete, daß dex Frost ihm einen Weg übers
Wasser nach Eiderstedt bahnen werde. Frostwetter erwar-
tend lag. er also zum Schrecken der Eiderstedter auf der
Vorgeest!
Als dieses sich nun eingestellt hatte und die erwartete

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