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rathen, ist rein willkührlich. Es können. manche zufällige
Umstände den Namen veranlaßt haben, und Reinhold braucht
nicht nothwendig der Name des Erbauers gewesen zu seyn.
Der Platz, wo die Burg erbaut worden, kann z. B. auch
nach dem Besitzer einen Namen gehabt haben, der nachher
den Namen für die Burg veranlaßte, so wie ein kleines
Gewässer in den ältesten Rendsburgischen Privilegien unter
dem Namen Reinardesläcke vorkommt.
L-
Nach den Nachrichten, welche Saxo von Biörn giebt,
ist es nicht genau geredet, wenn man von einer ‘damals. an-
gelegten Festung redet. Saxo spricht blos. von einer Vera
schanzung, von Wall und Graben, mit denen. Biörn eine
Insel umgab, wobei es sonderbar ist, daß eine Insel mit
einem Graben umgeben wird. Eines festen Schlosses ers
wähnt Saxo nicht. Auf allen Fall kann diese Anlage nicht
wohl der Anfang von Rendsburg seyn. Auch möchte ich
nicht glauben, daß das Schloß Rendsburg verlassen oder
verfallen gewesen, als Adolph der II.. mit Kanut dem VI.
in Krieg gerieth. Der Ausdruck realvikicare, den Helmold
gebraucht, kann füglich eine bloße Reparatur oder Ausbesse-
rung bezeichnen.
Vie das Schloß und die Stadt Rendsburg zwei ver-
schiedene Orte sind, so ließe sich auch noch besonders nach der
Entstehung der Stadt fragen. Darüber scheinen aber gar keine
bestimmte Data vorhanden zu seyn. Der allgemeine Gang
ist indeß hier wie bei allen Städten sehr leicht zu erkennen.
Die Burg gab Veranlassung, daß manche in der Nähe sich
niederließen. Die Häuser wurden als eine Pertinenz der
Burg angesehen, und führten denselben Namen. Endlich
ward aus dem Orte eine selbstständige vom Schloßgrunde
getrennte Gemeinde.
Mit dieser Trennung vom Schlosse

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